Landrat Seiffert soll OEW-Vorsitz übernehmen

Er lasse sich in die Pflicht nehmen, sagt Heinz Seiffert. Der Alb-Donau-Landrat übernimmt eine einflussreiche Position in der Energiewirtschaft.

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Ob Kapitalerhöhung oder Ablösung von Vorstandschef Hans-Peter Villis: Bei den Weichenstellungen für die Zukunft des Energiekonzerns ENBW ist Heinz Seiffert auf Seiten des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) an erster Stelle beteiligt gewesen. Der Landrat des Alb-Donau-Kreises tat dies in seiner Eigenschaft als Stellvertreter des nach einer Operation gesundheitlich angeschlagenen Vorsitzenden Kurt Widmaier. Nun soll Seiffert mit dem Landrat des Kreises Ravensburg die Position tauschen und bei der Verbandsversammlung am 20. April zum Vorsitzenden der OEW gewählt werden. Das wäre dann für den ehemaligen Ehinger Finanzbürgermeister und CDU-Bundestagsabgeordneten, der im September 60 Jahre alt wird, so etwas wie ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk: Mit dem Vorsitz beim ENBW-Großaktionär OEW nimmt Seiffert einen der einflussreichsten Posten in der Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg ein.

"Ich lasse mich in die Pflicht nehmen", sagte Seiffert gestern zu der einstimmigen Empfehlung des OEW-Verwaltungsrats. Als Vertreter des zweitgrößten OEW-Eigners sehe er für sich die Aufgabe, Vermögenswerte des Alb-Donau-Kreises - dieser hält knapp 21 Prozent OEW-Anteile - zu sichern und die Energiewende kraftvoll mitzugestalten. "Die Wirtschaft des Landes braucht eine verlässliche Versorgung mit Strom", betonte Seiffert, der im Ruf steht, das Energiegeschäft besser zu durchdringen als Widmaier. Der Wechsel an der OEW-Spitze soll dann zum 30. April erfolgen.

Der Zweckverband OEW gehören außer dem Alb-Donau-Kreis die Landkreise Ravensburg, Biberach, Bodensee, Freudenstadt, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalb an. Vorsitzender ist seit Mai 2006 der Ravensburger Landrat Widmaier. Wie das Land Baden-Württemberg halten die OEW 46,5 Prozent der ENBW-Anteile. Der Energieversorger mit fast 21 000 Mitarbeitern hat im vergangenen Jahr 870 Millionen Euro Verlust gemacht.

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