Land will Umfahrung Beimerstetten doch bauen

Die Ortsumfahrung von Beimerstetten könnte in absehbarer Zeit gebaut werden. Laut dem Landtagsabgeordneten Martin Rivoir hat sich Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) überzeugen lassen.

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Da soll sie hin: Der Beimerstetter Bürgermeister Andreas Haas kann in Sachen Umfahrung Hoffnung schöpfen.  Foto: 

Offiziell soll die Liste der neuen Landesstraßen, die für die Landesregierung Priorität genießen, Mitte nächster Woche vorgelegt werden. Wie der Ulmer Landtagsabgeordnete Martin Rivoir (SPD) auf Nachfrage bestätigte, gehört die geplante Nordwest-Umfahrung von Beimerstetten doch dazu. Als einziges Projekt in Baden-Württemberg habe sie den Aufstieg in die erste Dringlichkeitskategorie für Straßen-Neubauten geschafft. Im Gegenzug sei die Umfahrung des Langenauer Teilorts Albeck aus der Liste gestrichen worden.

Im Juni vergangenen Jahres hatte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in der hiesigen Region für große Überraschung gesorgt. Auf der Liste der Landesstraßen, die nach Ansicht des Ministeriums in den nächsten zehn Jahren gebaut werden sollen, tauchten zwei Projekte im Alb-Donau-Kreis auf, mit denen kaum jemand gerechnet hatte: die Ortsumfahrungen von Albeck und von Asselfingen. In der Kategorie „Nicht im Maßnahmeplan enthalten“ stand dagegen ein Projekt, das zur Verkehrskonzeption für den Ulmer Norden gehört: die auf 4,9 Millionen Euro veranschlagte Beimerstetter Umfahrung. Von dieser Straße erhofft sich die Gemeinde eine erhebliche Entlastung der Ortsdurchfahrt. Das Verkehrsbüro Dr. Brenner war in einem Gutachten im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen zu dem Ergebnis gekommen: „Die Umfahrung von Beimerstetten kann die heutige Ortsdurchfahrt nachhaltig von Durchgangsverkehren entlasten.“

Nach der schlechten Nachricht aus Stuttgart hatten sich nicht nur Bürgermeister Andreas Haas und der Gemeinderat an das Verkehrsministerium gewandt. Unter anderem die Landtagsabgeordneten Martin Rivoir und Karl Traub (CDU), Landrat Heinz Seiffert, der Ulmer OB Ivo Gönner, Claus Schmiedel, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, und Regierungspräsident Hermann Strampfer warfen ihr politisches Gewicht in die Waagschale. Laut Rivoir nicht vergeblich: „Das ist ein großer Erfolg für die Region.“

Trotzdem sei mit dem Bau nicht kurzfristig zu rechnen. Im nächsten Jahr und 2015 seien zunächst die laufenden Landesstraßen-Projekte zu finanzieren. In den Folgejahren könnten dann die neuen Vorhaben in Angriff genommen werden.

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