Laichingerin bloggt über Low-Carb-Essen

„Low Carb“ lautet das Motto auf dem Food-Blog von Kathleen Marr. Den Ausschlag für das Hobby hat eine Diagnose gegeben.

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    Ein Rezept auf dem Blog: Ananas-Fenchel-Spinat-Suppe. Foto: 
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    Kochen ist für Kathleen Marr ein Ausgleich zum Beruf. Foto: 
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Kochen ist für Kathleen Marr wie Meditation. „Da brauche ich niemanden in meiner Küche, ich will alleine mit meinen Töpfen sein – das ist mein kreativer Ausgleich“, sagt die Laichingerin. Und dabei entstehen mitunter ganz ungewöhnliche Rezepte: Zum Beispiel Coca-Cola-Spareribs, eine Ananas-Fenchel-Spinat-Suppe oder Winter-Waffeln (siehe Info-Box). Seit 2013 teilt Marr ihre Ideen auf ihrem Blog „Kathys Küchenkampf“.

Anfangs war das für sie wirklich ein „Kampf“, erzählt die Bloggerin: Den Ausschlag für ihren Blog hat nämlich die Diagnose Histaminintoleranz gegeben. Der Botenstoff Histamin ist in vielen Lebensmitteln enthalten, bei denen Bakterien für einen Reifeprozess sorgen – etwa Käse und viele Weizenprodukte. Betroffene müssen also auf vieles verzichten. „Ich habe mich gefragt, was ich überhaupt noch essen kann“, sagt Marr. Passende Rezepte hat sie selten gefunden, darum hat sie Gerichte selbst umgewandelt. „Irgendwann habe ich gedacht, ich könnte das auch niederschreiben, damit ich und andere darauf zugreifen können.“

Der Fokus hat sich mittlerweile gewandelt, seit 2016 dreht sich auf dem Blog alles um „Low Carb“, also Essen mit wenigen Kohlenhydraten. „Das vertrage ich inzwischen gut, das macht es mir einfacher“, erzählt Marr. Zehn bis 15 Stunden Arbeit steckt die 40-Jährige jede Woche in ihren Blog. Meistens überlegt sie sich am Donnerstag oder Freitag, was sie am Wochenende kochen möchte, dabei lässt sie sich gerne von der Internetplattform Pinterest inspirieren. Und dann geht das Ausprobieren los: „Ich versuche, verschiedene Sachen zu kombinieren und Rezepte in Low Carb umzuwandeln.“

Eines ist ihr wichtig: Die Rezepte sollen einfach und schnell umzusetzen sein, mit Zutaten, die man sowieso schon zuhause hat. Marr nennt das „die schnelle Feierabendküche für den Otto-Normalverbraucher“. Gesunde Gerichte also, die man auch nach einem Arbeitstag noch kochen kann. Was bei ihr außerdem nie fehlen darf: Salat – in allen Variationen.

Täglich kommen im Schnitt 300 Internetnutzer auf ihre Webseite. Darunter sind viele regelmäßige Besucher, aber auch Menschen, die nach bestimmten Rezepten googlen. „Mit solchen Zahlen setze ich mich aber nicht unter Druck“, sagt die Laichingerin: „Ich mache den Blog eher für mich.“ Auch Geld verdient sie damit nicht. Ob sie sich auch vorstellen könnte, hauptberuflich zu bloggen? Marr schüttelt den Kopf. „Ich habe einen Vollzeitjob, den ich liebe“, sagt die Laichingerin, die im Kundenservice einer kleinen Ulmer Firma arbeitet. Der Blog soll ein Hobby bleiben.

Trotzdem hat sie in den vergangenen Jahren viel dazugelernt, ob im Schreiben oder der Fotografie. „Man entdeckt auch viel Neues“, sagt Marr – etwa außergewöhnliche Zutaten wie alte Gemüsesorten. Für die Fotos ihrer Gerichte hat sie sich mittlerweile eine eigene Ecke mit verschiedenen Hintergründen eingerichtet. „So, dass ich die passende Atmosphäre aufbauen kann.“

Wie es in Zukunft weitergehen soll? „Ich möchte weitermachen, solange es mir Spaß macht“, sagt Marr. Momentan fokussiert sie sich mehr auf Kochbuch-Rezensionen. Sie stellt die Bücher vor, will auch mal eine Verlosung organisieren. Und jetzt, in der Vorweihnachtszeit, beteiligt sie sich an einem Adventskalender mehrerer Blogger. Dafür hat sie sich an eigenen Dominosteinen versucht – Low Carb natürlich.

Gericht Ein Rezept für die Weihnachtszeit ist laut Kathleen Marr diese Kreation: Low-Carb-Winter-Waffeln.

Zutaten 200 Gramm Kokosmilch, drei Eier, 50 Gramm Mandelmehl, 50 Gramm Eiweißpulver, ein Teelöffel Backpulver, zwei Teelöffel „Puder-Xucker“ (Zuckerersatz), zwei Teelöffel Zimt, zwei Teelöffel Lebkuchengewürz, eine Orange

Zubereitung Die Kokosmilch mit den Eiern verrühren. Dann nach und nach die restlichen Zutaten unterrühren. Die Waffeln im Waffel-Eisen backen, in der Zwischenzeit die Orange filetieren. Die Waffeln mit „Puder-Xucker“ bestäuben und mit Orangen-Filets servieren.

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