Laichinger wollen Geld für Schüler aus dem Umland

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Die Laichinger Stadtverwaltung soll bald mit den Umlandgemeinden über eine Mitfinanzierung von baulichen Investitionen in die Laichinger Schulen verhandeln. Der Gemeinderat hat einen bereits im Frühjahr gefassten Beschluss erneuert. Zwischendurch hatte die Verwaltung den Beschluss juristisch nachgebessert. „Nur so haben wir eine rechtliche Handhabe“, erklärte Bürgermeister Klaus Kaufmann.

Immerhin beträgt der Anteil von auswärtigen Schülern an den Laichinger Schulen zwischen 40 und 65 Prozent, und die Raumsituation erfordere Baumaßnahmen, rechtfertigte Bürgermeister Kaufmann das Ziel der Stadt. Angestrebt wird eine bindende öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit den Gemeinden zu treffen. Und zwar ganz und gar auf freiwilliger Basis.

Darum sei eine unmissverständliche Formulierung wichtig, daher gelte es Transparenz zu zeigen, erklärte Hauptamtsleiter Stefan Binder. Letztlich biete auch ein grob gesteckter Kostenrahmen für die Baumaßnahmen, nämlich rund 6,8 Millionen Euro, eine klare Basis für die Gespräche mit den Umlandgemeinden.

Ziel: Gerechte Lastenverteilung

Die „Lastenverteilung“ stellt sich die Stadt „gleichmäßig gerecht und – anhand der Schülerzahlen – anteilmäßig“ vor. Mit der Einbeziehung in die jeweiligen Planungen will man den Gemeinden außerdem die Hand reichen. „Ob gleichmäßig oder gerecht, ist mir egal, entscheidend sind die Ergebnisse der Gespräche“, fegte Ulrich Rößler (BWV) über die Formulierung hinweg. Er erbat sich von der Verwaltung einen regen Informationsfluss über den Stand der Dinge, „damit wir unter Umständen mitberaten können.“  

Regionales Schulkonzept?

Die Meinung der Räte sei ihm wichtig und die werde eingeholt, sicherte Kaufmann zu. Bernhard Schweizer (LAB) betonte die Bedeutsamkeit juristisch korrekter Formulierungen, nur so könne das Schulgesetz im Sinne der Stadt angewandt werden. Er erhofft sich aus den Gesprächen zwischen den Bürgermeistern außerdem einen neuen Impuls,  für ein regionales Schulkonzept. Etwas, was er und seine Fraktion immer wieder eingefordert hatten.

Die  Maßgabe dazu müsse sein, dass künftig sämtliche weiterführenden Schulen in Laichingen angesiedelt sind. „Ein solches Konzept wäre gut und wünschenswert.“

Die Gesprächsführung dürfte keine leichte Aufgabe für die Verwaltung sein, meinte Schweizer und Kurt Wörner (CDU) unterstrich das: „Wir erinnern uns an den harten Kampf mit den Gemeinden um den Standort Laichingen für die Gemeinschaftsschule.“ Sabine Graser-Kühnle

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