Kultur für Dornstadt

Das kulturelle Angebot im Ort verbessern und gleichzeitig die Bürger einbinden. Dieses Ziel verfolgt der Arbeitskreis Kultur in Dornstadt. Erste Veranstaltung ist der Auftritt von Blechimpuls am 6. Oktober.

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Das Brass-Ensemble Blechimpuls spielt zum Auftakt der neuen Kultur-Reihe in Dornstadt.  Foto: 

Die Nähe zu Ulm mag für Dornstadt als Wohnort und als Gewerbestandort von Vorteil sein. Für das kulturelle Angebot trifft jedoch eher das Gegenteil zu. Angesichts der Fülle an Einrichtungen und Veranstaltungen in der Stadt blieb es in der Gemeinde bei sporadischen Kultur-Versuchen mit geringer Publikumsresonanz, sagt Hauptamtsleiter Jörg Hunke. Und je weniger Besucher kamen, desto seltener wollte die Kommune noch als Veranstalter aktiv werden.

Um diese Abwärtsspirale zu stoppen, ist im Juni vergangenen Jahres auf Initiative des Rathauses der Arbeitskreis Kultur eingerichtet worden. Nach etwa zehn Treffen steht Hunkes Idee "Bürger machen Programm für ihre Mitbürger" jetzt vor der Verwirklichung. Unter dem Titel "Kultpur" hat der Arbeitskreis "das neue Dornstadter Kulturprogramm" zusammengestellt. Zum Auftakt spielt am Sonntag, 6. Oktober, das Ensemble Blechimpuls (siehe Infokasten). Am 31. Oktober treten die Kabarettistinnen Hanna Münch und Heike Sauer auf, am 22. November zeigt Karl-Heinz Ranz eine Multivisionsschau über die Schwäbische Alb.

Dem Arbeitskreis gehören nicht nur "kulturinteressierte Bürger" an, wie Hunke sagt, sondern auch Vereins- und Kirchenvertreter sowie vier Gemeinderäte: Brigitte Doster und Paul Sauter von der CDU/BWV-Fraktion, Michael Gugelfuß (SPD) und Andreas Aigeltinger von den Freien Wählern. Der Kreis sei keineswegs eine geschlossene Gesellschaft, weitere Teilnehmer könnten jederzeit einsteigen, betont der Hauptamtsleiter. Wer mitmachen will, ruft einfach im Rathaus unter Tel. (07348) 986751.

Die Zusammenstellung des Programms funktioniert Aigeltinger zufolge demokratisch: "Jeder darf Vorschläge machen." Ob sie angenommen werden, hängt laut Jörg Hunke von drei Kriterien ab: "Etwas Vernünftiges" sollte es sein, finanzierbar und einen regionalen Bezug haben. Ob Musik, Kabarett oder Theater, spielt dagegen keine Rolle denn: "Jeder findet etwas anderes gut."

Das Dornstadter Kulturprogramm hat also keine inhaltliche Klammer, trotzdem gibt es einen roten Faden: die Veranstaltungsorte. Besondere Orte sollten es sein, sagt Andreas Aigeltinger, bei deren Auswahl sich der Arbeitskreis in allen Teilorten umgeschaut habe. So findet der Auftakt in der Produktionshalle des Werkzeug- und Maschinenbauers Max Hilscher in Tomerdingen statt. Die Organisation ist Sache des Arbeitskreises, dessen Mitglieder Aigeltinger zufolge "für das ganze Praktische" zuständig sind: Bühne, Bestuhlung, Bewirtung.

Unter der Überschrift "Kultur im Betrieb" könnten auch die beiden anderen Veranstaltungen in diesem Jahr stehen: beim Maschinenbauer Asys und im Lager des Schuhhändlers Werdich. Der besondere Veranstaltungsort müsse aber nicht unbedingt ein Raum sein, betont Gemeinderat Aigeltinger. Auch im Freien könne Kultur stattfinden, zum Beispiel im Kiesental.

Zunächst aber gilt das Augenmerk der Premiere am 6. Oktober, für die Hunke und Aigeltinger einen gemeinsamen Wunsch haben: 150 Besucher. "Das wäre ein guter Erfolg", sagt der Hauptamtsleiter.

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