Kreisschützenball: Aufruf zum disziplinierten Umgang mit Waffen

Die Vereine des Schützenkreises Ulm haben ihren Kreisschützenball dieses Jahr in der Laichinger Schwenkmezger-Halle gefeiert - veranstaltet wurde er von den Machtolsheimer Sportlern.

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Mitglieder aus 37 Vereinen haben beim diesjährigen Ball des Schützenkreises Ulm in Laichingen gefeiert. Foto: Brigitte Scheiffele

Immer wieder beeindruckend: der Einzug der Einzug der Fahnenträger der Vereine des Schützenkreises Ulm beim Kreisschützenball. Dazu die Vereinssieger, geschmückt mit Medaillenketten. In diesem Jahr eröffneten sie den Ball in Laichingen, anlässlich der Feiern zum 90-jährigen Bestehen des Vereins im Laichinger Teilort. Ein fester Stand, ein gutes Auge und eine sichere Hand zeichneten einen guten Schützen aus, sagte Bürgermeister Klaus Kaufmann in seiner Begrüßungsrede. Der Machtolsheimer Verein mit seinen 210 Mitgliedern hatte den Ball ausgerichtet. Mit seinen 90 Jahren zähle dieser zu den ältesten und traditionsreichsten Vereinen der Stadt. Eine über beinahe ein ganzes Jahrhundert bestehende Organisation bewähre sich nur durch Zusammenhalt und ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder. "Und ohne Ehrenamt kann das Vereinsherz nicht mehr schlagen", ergänzte Christa Clauß vom Sportkreis Alb-Donau/Ulm. Der Machtolsheimer Vorsitzende Gerd Gund hofft auf junge Mitglieder in den Vereinen und damit "auf das Ende der Talzone". Schwerpunkt der Arbeit müsse sein, "die Jugend für diesen Sport zu begeistern und mehr Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen".

Die weiteren Redner des Abends bezogen sich stärker auf die Diskussion um die Aufbewahrung von Sportwaffen. Die Landesoberschützenmeisterin Hannelore Lange vom Württembergischen Landesverband: "Das Wissen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Waffen durch unsere Mitglieder hilft uns bei allen Gesprächen in der Politik. Wir hoffen in den aktuellen Verhandlungen auf akzeptable Lösungen für die Vereine." Der Bezirksoberschützenmeister Leonhard Schunk vom Bezirk Oberschwaben forderte die Mitglieder der Schützenvereine ebenfalls zu einem disziplinierten Umgang mit Schusswaffen auf. Doch allzu quälend und zu belastend seien die Diskussionen und Auseinandersetzungen über Waffen in den Vereinen. Deshalb riet er für diesen Abend: "Weg von der Diskussion, hin zum Feiern."

Außer zahlreichen Pokalen und Auszeichnungen erhielten Uwe Lamparter (für langjährige Mitarbeit als Vorstandsbeirat, Sportleiter und dritter Vorsitzender), Stefan Schmid (für die Arbeit als stellvertretender Jugendleiter) und Heidi Sautter (für ihre Tätigkeit als Schriftführerin) vom Schützenverein Machtolsheim das Verdienstehrenzeichen in Silber des Württembergischen Schützenverbandes.

Eine Schützenkette erhielt der neue Kreisjugendschützenkönig Sebastian Nohr vom SV Schnürpflingen. Erstes Burgfräulein wurde Anna Aubele vom SV Wangen, zweites Burgfräulein Katja Dornacher vom SV Oberkirchberg-Beutelreusch. Kreisschützenkönigin wurde in diesem Jahr Sonja Hutter vom SV Illerrieden. Sie hat mit einem Sieben-Teiler per Luftgewehr den dortigen Vorstandsvorsitzenden knapp geschlagen. Erster Ritter wurde Günther Nothelfer vom SV Illerrieden, zweiter Ritter wurde Rolf Scheible vom SV Scharenstetten.

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