Kreisräte sehen Gefahr für Landwirtschaftsschule

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Die Landwirtschaft spielt im Alb-Donau-Kreis nach wie vor eine wichtige Rolle. 57 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Eine wichtige Rolle für den Landkreis als Schulträger spielt demzufolge auch die landwirtschaftliche Berufsschule. Im laufenden Schuljahr besuchen 107 angehende Landwirte die an der Valckenburgschule in Ulm angesiedelte Landwirtschaftsschule.

Deren Existenz könnte allerdings durch die regionale Schulentwicklung des Kultusministeriums gefährdet sein. Diese Befürchtung hegt die CDU-Fraktion im Kreistag. Landrat Heiner Scheffold konnte gestern im Ausschuss für Bildung und Soziales auch keine Entwarnung geben. Das Ministerium prüfe, ob Ausbildungsgänge an großen Standorten geschlossen und die Schüler zu Gunsten kleiner Standorte umverteilt werden könnten.

Solchen Absichten will der Kreistag entgegentreten. In der Sitzung am 12. Dezember soll auf Antrag der CDU eine entsprechende Resolution verabschiedet werden. Darin wird Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) aufgefordert, die landwirtschaftliche Berufsschule an der Valckenburgschule nicht anzutasten und für eine angemessene Ausstattung mit Lehrern zu sorgen.

„Wir wollen die landwirtschaftliche Ausbildung erhalten“, sagte CDU-Kreisrat Karl Traub. Schließlich habe der Landkreis in den vergangenen Jahren erheblich in die Ausstattung der Schule investiert, und die Valckenburgschule sei auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Für die womöglich anstehenden Verhandlungen mit dem Kultusministerium forderte Traub den Landrat auf: „Bleiben Sie hart in der Sache.“

Im Regierungsbezirk Tübingen gibt es außer in Ulm noch Landwirtschaftsschulen in Biberach, Münsingen, Leutkirch, Ravensburg und Sigmaringen. Lediglich die in Münsingen bietet auch die zweijährige Ausbildung in der Nebenerwerbsklasse an.

Enge an der Schmiechtalschule

In der Haushaltsberatung des Ausschusses ging es auch um die Schul-Investitionen des Kreises. Kämmerer Ulrich Keck führte die 750 000-Euro-Beteiligung an der Sporthalle des Johann-Vanotti-Gymnasiums in Ehingen an und die restlichen 650 000 Euro für die Erweiterung der Magdalena-Neff-Schule. Die Lernfabrik 4.0 an der Gewerblichen Schule Ehingen, für die der Kreis etwa eine halbe Million Euro ausgibt, werde im Februar 2017 offiziell eröffnet. Noch eine Investition steht Keck zufolge an: „Die Schmiechtalschule platzt wieder aus allen Nähten“. Wie der Raumbedarf der sonderpädagogischen Einrichtung bis zum nächsten Schuljahr gedeckt werden soll, sei offen. Thomas Steibadler

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