Kreis sieht neues Abfallgesetz gelassen

Die im Kreis praktizierten Müll-Systeme funktionieren auch mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz. Das sagte gestern Landrat Heinz Seiffert.

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Über das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz hat Stefan Freibauer vom Fachdienst Abfallwirtschaft des Alb-Donau-Kreises gestern den Ausschuss für Technik und Umwelt informiert. Ziel des Gesetzes, das zum 1. Juni in Kraft tritt, ist laut Freibauer, Ressourcen zu schützen. Es sieht unter anderem vor, dass ab Januar 2015 Bioabfälle getrennt gesammelt werden müssen. Ausnahmen seien möglich, betonte Freibauer, der darauf hinwies, dass der Kreis auf Eigenkompostierung des Biomülls durch die Bürger setzt. Ihm zufolge wäre es nur mit hohem Aufwand und damit viel Geld möglich, die Biomüllabfuhr flächendeckend einzuführen. "Wir schätzen, dass im Kreis lediglich zwischen 10 und 20 Kilo Bioabfall pro Einwohner und Jahr im Hausmüll landen." Bei einer Gesamtmenge von rund 107 Kilo Hausmüll pro Einwohner im Jahr 2010 liege der Kreis weit hinten: Landesweit fallen pro Einwohner knapp 150 Kilo an, bundesweit 200 Kilo. "So viel Biomüll kann da also nicht drin sein." Zumal in allen Gemeinde der Müll gewogen wird, es daher im Interesse des Einzelnen liege, seinen Biomüll zu kompostieren. Nicht zuletzt wies Freibauer darauf hin, dass die Verbrennung im Müllheizkraftwerk im Donautal - auch von Biomüll - durchaus effizient und energetisch sinnvoll sei.

Das Gesetz sieht eine "erweiterte Wertstofferfassung" vor. Künftig sollen nicht nur Verpackungen mit dem Grünen Punkt gesammelt werden, sondern auch "stoffgleiche Nichtverpackungen". Heißt, dass auch Gebrauchsgegenstände aus Plastik verwertet werden. Dazu wird über eine "Wertstofftonne" nachgedacht. "Details zu dem neuen Gesetz fehlen", sagte Freibauer. Daher könne er keine Aussagen über die Auswirkungen für den Kreis machen. Er wies aber darauf hin, dass das Gesetz die bisher im Kreis angewandten Müll-Systeme nicht aushebeln werde. "Einen dringenden Handlungsbedarf ergibt sich für uns nicht."

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