Kosten für Kanal unbekannt

Nach erheblichen Investitionen im laufenden Jahr muss sich Nerenstetten 2018 finanziell einschränken.

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Fast 500.000 Euro für den An- und Umbau des Feuerwehrhauses, 50.000 Euro für Kanalsanierungen im Ortsteil Wettingen und 40.000 Euro dort für eine neue Bushaltestelle: Die laufenden Investitionen seien für Nerenstetten finanziell belastend. Deshalb gelte es, im Gemeindehaushalt 2018 „den Ball flach zu halten“. Dies befand Gemeinderat Gerd Hank bei der Vorberatung des Etats und stieß auf keine Widerrede bei der jüngsten Sitzung. Im Gegenteil: Bürgermeisterin Renate Bobsin nannte zwingende Kanalsanierungen in Nerenstetten als unabwendbar für 2018. „Die Schadenshöhe kennen wir noch nicht“, sagte sie, „große finanzielle Spielräume verbleiben uns damit kaum noch.“

Friedhof in der Warteschleife

Dennoch schlug die Bürgermeisterin einige Vorhaben zur Verwirklichung vor. Seit Langem sei die Sanierung des Wettinger Friedhofs in der Warteschleife, gab sie zu bedenken. Dies sollte nun umgesetzt werden. Der Sargwagen, der in beiden örtlichen Friedhöfen in Gebrauch ist, sei in die Jahre gekommen und zu ersetzen oder tauglich herzurichten. Das Kombi-Kopiergerät der Verwaltung, einst gebraucht gekauft, gebe so langsam den Geist auf und müsse ersetzt werden. Vom Landratsamt sei zudem die Anfrage auf dem Tisch gekommen, ob sich die Gemeinde finanziell am Aufbau einer Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge beteilige, die im kommenden Jahr in Angriff genommen werde.

Außerdem berichtete die Bürgermeisterin von einem Antrag Nerenstetter Jugendlicher, im Gemeindebereich eine BMX-Strecke zu bekommen. Die Initiative der Jugendlichen begrüßten die Räte, die Verwirklichung sahen sie dagegen im kommenden Jahr als nicht möglich an. Da seien zu viele Fragen noch offen. Für die übrigen von Bürgermeisterin Bobsin gemachten Vorschläge waren die Gemeinderäte durchaus zugänglich. Ratsmitglied Christof Reihle wollte ihre finanzielle Verankerung im Haushalt 2018 und damit ihre Realisierung dennoch abhängig machen von den Kosten für die Kanalsanierungen. Die Räte beschlossen dies einstimmig.

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