Bürgermeisteramt: Sven Kneipp ist Alleinkandidat

Sven Kneipp ist der einzige Kandidat  am 24. September in Merklingen. Gemeinde sei ein lebendiger, quirlieger und bestens aufgestellter Ort.

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Sven Kneipp kandidiert wieder für das Amt des Merklinger Bürgermeisters.  Foto: 

Den Entschluss, erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, hat Sven Kneipp bereits vor acht Monaten getroffen. Seine Entscheidung hat der 42-Jährige damals beim Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde Merklingen bekannt gegeben.

„Ich möchte gerne die Zukunft von Merklingen weiter mitgestalten, wenn die Bürger dies auch so wollen.“ Die Gemeinde sei ein lebendiger, quirliger und bestens aufgestellter Ort. „Mit seinen vielfältigen Menschen, Charakteren und Themen. Da möchte ich gerne dabei bleiben“, begründet der amtierende Rathauschef seine Entscheidung. „Engagiert und beherzt für Merklingen“ heißt es in seinem Wahlflyer, der diese Woche an alle Haushalte verteilt wird.

Kneipp, 1975 in Minden (Nordrhein-Westfalen) geboren und im Drosselweg in Merklingen aufgewachsen, ist seit November 2009 Bürgermeister in der knapp 2000 Seelen zählenden Gemeinde auf der Laichinger Alb. Zuvor war er Assistent der Geschäftsleitung bei der Göppinger Firma Wohnbau, danach Dozent für Verwaltungs- und Organisationssoftware bei der Firma Held in Stuttgart.

Kleine Sensation

Bei der Wahl vor acht Jahren setzte sich der gelernte Verwaltungswirt bereits im ersten Wahlgang gegen zwei Mitbewerber mit 60,4 Prozent der Stimmen durch. Seinerzeit war Kneipp als schwuler Bürgermeister auf dem Land eine kleine Sensation. Heute kräht wegen seiner Homosexualität kein Hahn mehr danach. Auch an der Tatsache, dass er nicht mehr im Ort, sondern bereits seit 2001 im 17 Kilometer entfernten Reichenbach im Täle (Landkreis Göppingen) mit seinem Ehemann Holger Bäuerle-Kneipp in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, stoßen sich nur wenige.

Kneipp (parteilos) hat in den letzten acht Jahren bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Der 42-Jährige hat Charisma und ein einnehmendes Lächeln. Er könne die Menschen für sich gewinnen, ist immer wieder aus seinem Umfeld zu hören.

Pro-Kopf-Verschuldung gesunken

„Vieles haben wir in der Vergangenheit in Merklingen bewegt“, sagt der amtierende Bürgermeister und nennt Zahlen. Während seiner Amtszeit sei die Pro-Kopf-Verschuldung von 216 Euro auf 27 Euro gesunken. Gestiegen sei indes die Einwohnerzahl im Ort um rund 100 auf 1979 und die Gewerbesteuer um 350.000 Euro auf 1,04 Millionen Euro. Ganz besonders wichtig ist ihm die Tatsche, dass es inzwischen fast 1000 Arbeitsplätze in Merklingen gibt. 2009 waren es nur 660.

Seit 2009 hat sich Merklingen kräftig ins Zeug gelegt. Kneipp nennt Beispiele: Den Bahnhof in den Ort geholt, das Alte Schulhaus saniert, das Kinderhaus ausgebaut, neue Gewerbegebiete und Baugebiete für Häuslebauer ausgewiesen und ein neues Bauhofgebäude errichtet. Außerdem Einkaufsfahrten für Senioren ins Leben gerufen und zahlreiche Straßen erneuert.

Und was plant Kneipp, wenn ihm die 1627 Wahlberechtigten am 24. September eine zweite Amtsperiode ermöglichen? Der 42-Jährige überlegt kurz und zählt dann auf: „Nach der Einweihung des neuen Backhauses die Ortsmitte weiter verschönern, den Breitband-Ausbau mit Glasfaser voranbringen, neue Bauplätze ausweisen sowie die Vereine und Organisationen weiterhin unterstützen.“ Außerdem liege ihm eine „Fortsetzung der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und den Betrieben und Unternehmen“ am Herzen.

Spaziergang mit Lilo

Bei einer Wiederwahl möchte Kneipp zudem seinen Sitz im Beirat des Stromversorgungsunternehmens Albwerk in Geislingen behalten. Außerdem den Stellvertreterposten als Vorsitzender des Zweckverbandes „Region Schwäbische Alb“ und bei der Albwasserversorgungsgruppe II.

Kneipps Wahlkampf ist in Anbetracht der Tatsache, dass er der einzige Kandidat ist, überschaubar. Er plant, am Sonntag, 17. September, mit seiner fünfjährigen Labradorhündin Lilo einen Spaziergang mit den Bürgern durch den Ortskern zu unternehmen. Anschließend lädt er zu Kaffee und Kuchen ins Alte Schulhaus ein, wo die Bevölkerung mit dem Kandidaten ins Gespräch kommen kann. Außerdem haben die Merklinger unter anderem beim Treffen des Seniorenkreises und bei der Einschulung der Grundschüler die Möglichkeit, Kneipp das zu fragen oder mitzuteilen, was ihnen schon lange unter den Nägeln brennt.

Info Weitere Informationen über den Merklinger Bürgermeisterkandidaten Sven Kneipp gibt es unter www.SvenKneipp.de im Internet. Dort sind auch alle Wahlkampftermine abrufbar.

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