Aktionstage für Nachhaltigkeit in Dornstadt

Die dritten Aktionstage für Nachhaltigkeit in Dornstadt gehen mit einem „Theaterkunst-Kinderfest“ zu Ende.

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Die Realschülerinnen Carmen Gantner und Nina Keller gehören zu den vielen Kindern und Jugendlichen, die für die Dornstadter Aktionstage Weltkugeln gestaltet haben.  Foto: 

Hunderte kleine Weltkugeln mit gemalten und geschriebenen Botschaften schmückten in Dornstadt den Weg zwischen Bürgersaal und Realschule. So wurden die Besucher darauf eingestimmt, was es am Samstag unter dem Titel „Kinderrechte und andere Kleinigkeiten“ alles zu entdecken gab. Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern richteten Dornstadter Kinder das „Theaterkunst-Kinderfest“ aus.

„Mir liegt es am Herzen, dass Kinder den Mut kriegen mitzugestalten, ihre Welt kennenzulernen und bei vielen Dingen kritisch hinzuschauen“, erklärte Karin Wirnsberger den Hintergrund des Mottos. Als Beauftragte der Gemeinde für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hatte sie zum dritten Mal die Aktionstage für Nachhaltigkeit unter dem Titel „Gut Leben!“ organisiert. Beginn war am Mittwoch mit einem Mädchen-Fest. Finanziell unterstützt wurden die Gemeinde und ihre Initiative „Dornstadter Zukunftsgestalter“ von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“.

Kreativ umgesetzt

Bürgermeister Rainer Braig ermutigte die jungen Dornstadter, sich weiter mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ zu beschäftigen. „Ich glaube, die Kinder und Jugendlichen werden ganz wichtig sein bei diesen Themen, denn sie werden es einfordern wollen und müssen“, sagte er.

Dass sie das Thema „Gut Leben!“ kreativ umgesetzt haben, stellten die Sechs- bis Zwölfjährigen mit Tanz- und Gesangseinlagen sowie vielfältigen Bastelaktionen am Samstag unter Beweis. Ein wichtiger Partner war dabei auch das aus Kenia angereiste „Hope Theatre Nairobi“. Das in Dornstadt bereits bekannte Ensemble tanzte vor dem begeisterten Publikum zum Song „Hör gut zu – Kinder haben Rechte“.

Auf diese Rechte und die Kinderwünsche für die Welt machten auch die an langen Schnüren befestigten kleinen Weltkugeln aufmerksam. „Es ging darum, dass sich die Kinder überlegen, was ihnen wichtig ist in der Welt und was sie dafür tun können“, sagte Karin Wirnsberger. Vorsätze wie „Ich mag nicht mehr so viel Plastikmüll verbrauchen.“ oder „Ich pflanze mehr Blumen“, waren man auf den angefügten Zetteln zu lesen.

Aktion „1001 Weltkugeln“

Auch die Realschülerinnen Carmen Gantner und Nina Keller hatten am Mittwoch, dem Weltmädchentag, ihre persönlichen Weltkugeln aus Pappmachée gestaltet. Spaß gemacht habe es ihnen, und sie hätten auch etwas gelernt. „Wir haben erfahren, dass Mädchen in manchen Bereichen noch viele Nachteile haben, zum Beispiel in den Berufen und dem Verdienst“, erzählte die zehnjährige Carmen.

Den Jungen gefiel die Aktion „1001 Weltkugeln“ ebenfalls. Tom Leopold war mit seinem Vater gekommen, um seine Weltkugel zu präsentieren. Marcus Leopold lobte das Projekt, weil durch dieses bewusst gemacht werde, wie unterschiedlich Kinder sind und was man tun muss, um die Erde zu erhalten.

Fazit „Das waren tolle Tage, die viele Impulse gegeben haben.“ Dieses Resümee zieht Karin Wirnsberger nach den dritten Aktionstagen „Gut Leben!“ in Dornstadt. Der Hauptorganisatorin ging es vor allem darum, an den vier Veranstaltungstagen Kindern und Jugendlichen die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Menschenrechte“ nahe zu bringen, und dieses Ziel sei erreicht worden. Als besonders gelungen bezeichnet sie die Zusammenarbeit des „Hope Theatre Nairobi“ und Dornstadter Schülern beim Nachbau einer Slum-Hütte. Die Aktion diente dazu, die Lebensbedingungen armer Menschen zu verdeutlichen. Bei den öffentlichen Veranstaltungen wie dem Theaterkunst-Kinderfest am Samstag hatte die Organisatorin zwar auf mehr Publikum gehofft. Vielleicht, mutmaßt Karin Wirnsberger, gab es am Wochenende einfach zu viele andere Veranstaltungen in und um Dornstadt. Immerhin seien am Samstag etwa 300 Besucher gekommen, „und wer da war, war begeistert“. Die Aktionstage, bisher alle zwei Jahre organisiert, sollen daher fortgesetzt werden. Darin hätten sie auch die positiven Reaktionen vieler Eltern bestärkt.

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