Kinderhaus noch länger unbenutzbar

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Die Sanierung des Kinderhauses Klingenstein wird sich noch hinziehen. Das sagt Blausteins Stadtbaumeisterin Sandra Pianezzola auf Nachfrage. In dem erst vor zwei Jahren eröffneten Haus war im Juli ein großes Wasserrohr geplatzt, in nur einer Nacht wurden Böden und Wände feucht (wir berichteten). Deshalb mussten Estrich und Fußbodenheizung entfernt werden, auch Wände des Holzbaus, deren Dämmung teilweise feucht geworden war, mussten aufgerissen werden. Diese Arbeiten seien nun abgeschlossen, doch bis die Schäden repariert werden können, werde es noch dauern. Denn zunächst werden die Schäden im Beweissicherungsverfahren von einem unabhängigen, vom Gericht bestellten Gutachter aufgenommen. Pianezzola: „Wir wissen nicht, wie schnell die Gutachter sind.“ Aus diesem Grund sei auch nicht absehbar, wann die Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher wieder einziehen können. Seit Ende August (davor hatte das Kinderhaus Betriebsferien) sind sie im Bürgerzentrum Pfaffenhau untergebracht. Die Anzahl der Kindergartenkinder habe die Stadt für diese Zeit auf maximal 75 Kinder begrenzt, erklärt Volker Geywitz, der bei der Stadt Blaustein für Bildung und Betreuung zuständig ist: Die Räume im Bürgerzentrum Pfaffenhau sind kleiner als das Kinderhaus. Die Zulassung für das Ausweichquartier werde man nun für das gesamte Jahr 2018 verlängern lassen: Die notwendige Stellungnahme des Landratsamts liege bereits vor, den Antrag stellt Blaustein nun beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS). Man rechne auch damit, dass die Beweissicherung und die Sanierung das ganze Jahr dauern können, sagte Stadtbaumeisterin Pianezzola. Die Zeitspanne lasse sich nicht beeinflussen.

Eltern zeigen Verständnis

Über die Verzögerung habe die Stadt die Eltern bei einem Elternabend informiert. Sie zeigen laut Volker Geywitz großes Verständnis: „Es gab kritische Fragen, aber auch Unterstützung. Wir sind sehr froh über die Eltern.“ Bereits beim Ausräumen des Kinderhauses im Juli hatten Eltern mitgeholfen. Die Stadt versuche alles, um das Ausweichquartier für die Kinder angenehm zu gestalten, es gebe einen regen Austausch mit dem Kindergarten Regenbogen, sagt Sandra Pianezzola.

Zu den Kosten der Sanierung kann sie noch keine Auskunft geben. Die Schäden seien aber sicher „keine Lappalie“ – was auch das aufwendige Verfahren zur Beweissicherung zeige. Im Gebäudemanagement der Stadt Blaustein sei eine Person ausschließlich mit dem Kinderhaus Klingenstein beschäftigt.

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