Irish-Folk Wainer Kulturstadel

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Die Geigerin und Sängerin Máire Breadnach und der Harfenist Thomas Loefke entführten im Wainer Kulturstadel nach Irland  Foto: 

„Warum sind die irischen Huren so fröhlich und die Liebenden so traurig?“ Das Bonmot, das dem berühmten englischen Dichter Lord Byron zugeschrieben wird, beschreibt die Seele Irlands treffender und genauer als lange Abhandlungen. Mit dem Duo, bestehend aus der Geigerin und Sängerin Máire Breadnach und dem Harfenisten Thomas Loefke, kam die musikalische Seite dieser so melancholischen irischen Seele auf die kleine Bühne. Beide Künstler kannten den Kulturstadel bereits, und umgekehrt kamen viele Zuhörer von weit her, um sie hier zu hören. Ganz unbekannt sind Breadnach und Loefke in der Szene nämlich nicht, im Gegenteil: Seit 1984 spielt das Duo zusammen und hat sich längst einen Namen gemacht.

Máire Breadnach präsentierte sich mit ihrer Celtic Fiddle, einer ganz besonders warm klingenden Geige, der sie geheimnisvolle und doch klare Klänge entlockte. Voll im Ton und mit einem traurigen, eben irischen Vibrato. Die traditionellen Lieder, die sie neben ihren und Loefkes Eigenkompositionen spielte, breiteten die vielseitigen Facetten der irischen Seele aus, die komplette Bandbreite zwischen unstillbarer Sehnsucht nach dem Unbestimmten und Unerreichbaren und unbändiger, trotziger Lebensfreude. Loefke begleitete die Irin mit seiner keltischen Harfe und steuerte mit seinen Kompositionen norwegische, färöische und schottische Tonlagen bei, die die Zuschauer in ihren Bann zogen. Zu den emotionalsten Momenten gehörte, wenn Máire Breadnach ihre Celtic Fiddle aus der Hand legte und mit kraftvollem Sopran solo irische Liebeslieder anstimmte.

Das Publikum, das für das Musiker-Duo teilweise lange Wege auf sich genommen hatte, war durch die Bank Irland-affin und äußerst kundig: Es waren alles Fans irischer Musik, irischer Sehnsucht und irischer Lebensart. Stiller als sonst in Konzerten üblich lauschten sie hingebungsvoll den fremden Harmonien. Die ganze Stimmung im Kulturstadel, vom ersten Ton bis zur letzten Zugabe, war komplett irisch bis ins Innerste. So waren die Besucher von den Darbietungen begeistert und sparten nicht mit Applaus.

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