Interglas-Gelände gehört jetzt Blaustein

Noch in diesem Jahr soll der Gemeinderat Blaustein über einen Vorschlag zur B 28-Trasse entscheiden.

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Das Interglas-Gelände gehört jetzt der Stadt.  Foto: 

Das Interglas-Areal ist jetzt auch juristisch im Besitz der Stadt Blaustein. „Wir sind Eigentümer“, sagt Bürgermeister Thomas Kayser auf Nachfrage. Die Stadt hatte im Januar 2017 ihr Vorkaufsrecht auf das 3,3 Hektar große Gebiet geltend gemacht, um anstelle eines Schweizer Investors in dessen Kaufvertrag eintreten zu können. Dieser Prozess sei – nachdem der Käufer seinen Widerspruch im Mai zurückgenommen hatte – im November abgeschlossen worden. Der Preis für das Areal: 2,6 Millionen Euro.

Als Besitzerin des Geländes kann die Stadt nun lange gehegte Pläne konkretisieren: Für den Hochwasserschutz sollen dort Dämme und Staubecken entstehen. Außerdem führen alle drei Planungsvarianten für die neue Trassenführung der B 28 durch das Gebiet. „Der Hochwasserschutz ist vorrangig – ohne können wir auch keine Straße bauen“, erklärt Kayser. Allerdings: Um den Hochwasserschutz umsetzen zu können, muss zunächst klar sein, wo die B 28 verlaufen soll. Die Trassenfindung sei deshalb „ein großes Thema 2018“, auch für den Gemeinderat.

Die Planung für den neuen Verlauf der Bundesstraße, auf der täglich etwa 17.000 Autos fahren, liegt derzeit beim Regierungspräsidium Tübingen. Für drei Varianten, in denen der Bahnübergang im Ortsteil Klingenstein jeweils durch eine Unterführung ersetzt werden soll, wurde nun ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, sagt RP-Sprecher Dirk Abel. Das Präsidium arbeite einen Fiktiventwurf aus, in dem ein Verlauf der B 28 konkret geplant werde. Das könne eine der bisherigen Varianten sein, oder eine Weiterentwicklung auf Basis dieser Entwürfe. Die bisherigen Varianten sind: eine Unterführung auf der bestehenden Straßenführung, eine Unterführung westlich der jetzigen Straße oder eine westliche Unterführung mit einer Straße entlang der Bahngleise. Welche davon das RP dem Gemeindedrat vorschlägt, wollte Abel noch nicht verraten: Man befinde sich im Abstimmungsprozess mit der Stadtverwaltung.

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