Oberkircherberger St. Ida-Haus wiedereröffnet

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Oft geben sich Besucher des Oberkirchberger St. Ida-Hauses die Klinke in die Hand: Zweimal die Woche hat die Bücherei geöffnet, Eltern treffen sich mit ihren Kleinsten zum gemeinsamen Krabbeln, jeden zweiten Donnerstag im Monat ist Seniorennachmittag und abends probt der Männergesangverein. Um die zehn Gruppen nutzen das Haus der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian. Dazu gehört auch als Dauergast die evangelische Schwesterkirche des Orts.

Im Anschluss an eine Begehung mit Architekt Elmar Weber hatte sich die Kirchengemeinde entschlossen, das 1985 eingeweihte Gebäude einer Frischzellenkur zu unterziehen. Seit Jahresbeginn wurden das Dach von Moos befreit, Ziegel erneuert, Foyer und WCs neu gefliest, ein Behinderten-WC und Parkettböden überarbeitet, Wände gestrichen, die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Acht „Lichtthemen“ – von brillant bis besinnlich – können im 80 Personen fassenden Hauptsaal geschaltet werden, sagte Weber bei der Wiedereröffnung am Sonntag in dem restlos gefüllten Gebäude. Bis zum Abend herrschte ein reges Kommen und Gehen.

Gewinner der neuen Helligkeit ist die im Untergeschoss untergebrachte Bücherei, sagte Beate Wezel, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Mit dem neuen, ziegelroten Fußboden und anderen Verschönerungen  werden die 5000 Medien übersichtlicher präsentiert, der Raum wirkt freundlicher. „Wir haben viel Lob bekommen“, sagte Wezel über die schon vor 14 Tagen eröffnete Einrichtung.

Außer dem künstlichen fällt auch das Mehr an natürlichem Licht auf, das hereinfällt, weil draußen Büsche abgeräumt wurden. Die hätten nach mehr als 30 Jahren Wachstum dem Gebäude förmlich den Atem genommen, sagte Weber. Nun erreiche das Sonnenlicht wieder die Fenster und die Wände, an denen sich Algen gebildet hatten, alles bekomme wieder Luft und Licht. Ganz so kahl wie sich der Garten derzeit präsentiert bleibe es  aber nicht. Zum Pflanzen neuer Büsche habe allerdings die Zeit nicht mehr gereicht, sagte der Planer.

315.000 Euro waren für die Sanierung angesetzt. Obschon die Schlussrechnung noch aussteht, werde der Betrag voraussichtlich „gut eingehalten“, meinte Pfarrer Jochen Boos. Zu verdanken sei das auch dem umfangreichen Zuarbeiten der vielen ehrenamtlichen Helfer. Viele hätten zum Gelingen beigetragen, vom Kirchengemeinderat über die Kirchenpflege bis zu den Helfern. „Was wäre eine Kirchengemeinde ohne Sie? Ab heute dürfen Sie entspannen und gemeinsam feiern“, sagte der Seelsorger.

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