Ingo Hiller aus Westerheim für Ceres Award vorgeschlagen

Ingo Hiller aus Westerheim ist für den Ceres Award nominiert. Zum ersten Mal wird diese Auszeichnung in der Landwirtschaft verliehen.

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Monika und Ingo Hiller aus Westerheim.  Foto: 

Im Oktober werden vom Deutschen Landwirtschaftsverlag zum ersten Mal herausragende Persönlichkeiten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum für ihr Wirken in der Landwirtschaft geehrt. Unter den Finalisten ist Ingo Hiller (36), Landwirt aus Westerheim. Nominiert ist er für die Kategorie "Ackerbau". Der Ceres Award ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro verbunden.

Eigentlich hatte er sich für die Kategorie "Junglandwirt" beworben da er sich "eher in diesem Bereich" besonders aktiv sieht und etwas in der Landwirtschaft bewegen will. Dabei habe er seinen Betrieb vorgestellt. "Das scheint Eindruck gemacht zu haben."

Hiller ist Quereinsteiger. "Ich habe nicht den Status Sohn eines Landwirts', hatte keinen Betrieb, wollte aber immer in die Landwirtschaft", erzählt er. Als seine Eltern noch in der Nähe von Aachen lebten, habe er als Junge seine Liebe dazu entdeckt. "Da bin ich für fünf Euro die Stunde als Erntehelfer Traktor gefahren", sagt er. "Wer keinen Betrieb hat, für den sei auch keine Ausbildung in dem Beruf sinnvoll. "So dachte ich damals." Nach dem Umzug auf die Schwäbische Alb besuchte er das Wirtschaftsgymnasium in Geislingen, entschied sich dann aber für ein Studium der Agrarwirtschaften in Nürtingen, machte sein Diplom und lernte dort auch seine Frau Monika (33) kennen. Nach dem Studium arbeitete er als Assistent der Geschäftsführung beim Langenauer Maschinenring und immer wieder auf dem Hof der Familie Wolfgang und Irmgard Walter in Westerheim.

Weil die Walters keinen Nachfolger für den Hof fanden, bot sich eines Tages die Möglichkeit, in den Betrieb einzusteigen. Im Jahr 2005 wagte Hiller den Schritt und gründet mit Familie Walter eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Seitdem bewirtschaften die beiden Ehepaare mit zwei Auszubildenden 120 Hektar Ackerfläche, 80 Hektar Grünland. Sie haben 75 Kühe und betreiben eine 400 Kilowatt starke Biogasanlage. Mittendrin die Kinder der Hillers, Christian (6) und Katharina (7). "Mit Liebe zum Beruf und mit einer Frau, wie ich sie gefunden und geheiratet habe. Nur so geht das."

Ingo Hiller ist zudem in der Mühlengenossenschaft Römerstein engagiert - dazu im Kreisbauernverband Ulm-Ehingen, im Maschinenring Ulm-Heidenheim, im Vorstand des Biosphärengebietes und bei den Milchwerken Schwaben. Seit diesem Jahr ist er zudem im Westerheimer Gemeinderat. Sollte Hiller das Preisgeld gewinnen, hat er bereits einen Plan, wie er es für die Allgemeinheit verwenden will: "Ich werde ein mobiles, grünes Klassenzimmer einrichten, damit Kinder den Lauf der Natur übers Jahr beobachten können. Nur so können wir ihre Freude an der Natur wecken."

Auszeichnung für außergewöhnliche Leistung

Ceres Der Ceres Award gilt als Auszeichnung für außergewöhnlicher Leistungen von Landwirten in Deutschland in zwölf Kategorien. Der Wettbewerb ist nach der römischen Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit Ceres benannt. Sie gilt als Schöpfungsgöttin allen Lebens auf der Erde. Ihre Name erschließt sich aus den lateinischen Wörtern crescere (wachsen) und creare (erschaffen).

 

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