Info-Veranstaltung zu Häwa-Erweiterung

Ohne detaillierte Aussagen ging die Bürgerbeteiligung über die Bauprojekte der Firma Häwa zu Ende. Der Bauherr bemühte sich, zu informieren.

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Das Wainer Unternehmen Häwa möchte expandieren. Kernstück der Unternehmensentwicklung ist dabei eine große Logistik-Halle, über die sich die Wainer Bürger am Mittwochabend ein eigenes Urteil bilden sollten. Sollte Häwa irgendwann ein weiteres Produktionsgebäude bauen, will die Wainer Verwaltung um Bürgermeister Stephan Mantz bereits heute die Voraussetzungen dafür schaffen. Treibende Kraft ist demnach nicht das Unternehmen, sondern die kommunale Verwaltung.

Es gebe im Moment keine konkreten Pläne für die Bebauung an der Zieglerstraße, betonte Arno Müller, der Geschäftsführer von Häwa mehrmals, aber, so versicherte er, "die Anwohner werden keine Zunahme des Lkw-Verkehrs erleben". Rainer Waßmann vom beauftragen Planungsbüro gab sich alle Mühe, die verwaltungsrechtlichen Aspekte der Planung transparent zu machen; nicht ohne Erfolg, denn die Nachfrage zu Lärm- und Geruchsemissionen waren sehr detailliert, die Antworten ebenfalls.

Konkreter sind dagegen die Pläne zum Neubau eines Logistikzentrums gediehen, auch wenn, wie Müller betonte, die Detailplanungen noch gar nicht begonnen hätten. Für die genaue Ausgestaltung wolle man vorher wissen, welche Rahmenbedingungen seitens der Bürgerschaft und der Bürokratie gesetzt werden. Immer wieder fiel am Abend der Satz: "Da sind wir noch im Dialog."

Solche Beschränkungen betreffen beispielsweise die Höhe der Lagerhallen. Zwölf Meter wird sie nicht überschreiten dürfen, und auch das nur bei einem Teil des neuen Gebäudes. Somit ist die Fläche eines Hochregallagers beschränkt. Bei der überbauen Fläche gingen die Genehmigungsbehörden dagegen an das gesetzliche Maximum, nämlich 80 Prozent des Grundstückes. Die Bürger, die zum Termin erschienen waren, hatten aus ihrer Sicht nichts dagegen einzuwenden, wie überhaupt die Stimmung in der Kommune eindeutig pro Häwa ist.

Nur eine Sorge trieb viele Teilnehmer der Info-Veranstaltung um: Wie wird das Regenwasser von einer so großen Fläche auch im Extremfall sicher abgeleitet? Wasser ist in Wain immer ein sensibles Thema, da es kaum Straßenzüge gibt, die auch bei größeren Hochwasserereignissen ungefährdet bleiben. Auch in diesem Punkt seien Behörden, Kommune und Unternehmen "noch im Dialog", wie mehrfach betont wurde.

Zu diesem Themenfeld gibt es offenbar noch keine konkrete Planung der beteiligten Architekten. Sobald die Behörde dem Unternehmen konkrete Vorgaben machen würden, werde sie das beauftragte Dietenheimer Büro "bauke und hübner" umsetzen.

Gegen eine selbstbewusste Architektur, die dies auch zeige und sich nicht hinter Erdwällen verschanze, hätten die Wainer nichts einzuwenden. Nur vorzeigbar solle sie halt sein.

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