In Senden entstehen neue Unterkünfte

In den nächsten Monaten bekommt Senden ein neues Flüchtlingsheim. Rund 25 Asylbewerber sind seit 2012 am "Scharfen Eck" untergebracht.

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Ankunft Die ersten Flüchtlinge hat Senden bereits im Dezember 2012 aufgenommen. Dies gab der damalige Bürgermeister Kurt Baiker auf dem Neujahresempfang vor zwei Jahren bekannt. Zunächst kamen 15 Asylbewerber aus dem Irak und aus Afghanistan in die Illerstadt, später folgten Flüchtlinge aus Pakistan und Myanmar (Birma). Mitte 2013 lebten 25 Flüchtlinge in der Gemeinde. Inzwischen sind nach Angaben des Landratsamts 47 Asylbewerber in Senden untergebracht. Unter ihnen sind auch vier minderjährige ohne Begleitung.

Unterbringung Der Landkreis hat Ende 2012 einen ehemaligen Bauernhof am so genannten "Scharfen Eck" angemietet. Das Gebäude, das über 28 Betten verfügt, befindet sich an der Kreuzung Römerstraße/Kemptener Straße in Wullenstetten. Mitte Mai 2013 wurden erstmals Pläne bekannt, dass dort zusätzlich eine Unterkunft für rund 100 Asylbewerber entstehen soll. Das Vorhaben sorgte für Diskussionen im Stadtrat: Die Räte kritisierten insbesondere die Größe und die Optik der geplanten Unterkunft. Im Juni 2013 verhängte der Stadtrat schließlich eine Veränderungssperre, die besagte, dass im Gewerbegebiet "Hungerwiesen-Süd" nicht gebaut werden darf. Wenige Wochen später lehnte der Bauausschuss den Bauantrag für eine Asylbewerberunterkunft einstimmig ab.

Kompromiss Der Investor reagierte mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Augsburg. Um den Rechtsstreit zu beenden, einigten sich die Parteien im Juni 2014 auf einen Kompromiss. Dieser sah vor, dass ein zusätzliches Gebäude für lediglich 70 Asylbewerber gebaut werden soll. Vor einem Jahr stimmte der Bauausschuss den geänderten Neubau-Plänen zu. Spatenstich für das Objekt war im Mai, künftig können dort mit dem bereits bestehenden Gebäude 94 Flüchtlinge untergebracht werden. Jüngst haben die Stadträte den Bau einer weiteren Unterkunft für 48 Menschen in der Daimlerstraße genehmigt.

Helferkreis Bereits wenige Monate nach der Ankunft der ersten Asylbewerber hat sich in Senden ein Arbeitskreis Asyl gebildet. Zu den ersten Mitgliedern gehörten unter anderem Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, der Diakonie, der Wasserwacht sowie einige Privatleute. Seit Mitte Juli betreibt der Arbeitskreis eine Kleidertruhe im evangelischen Gemeindehaus Wullenstetten. Dort können sich Asylbewerber und bedürftige Sendener mit gut erhaltener Kleidung und Schuhen eindecken. Spenden für die Kleidertruhe können an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat jeweils von 10 bis 12 Uhr im Gemeindehaus abgegeben werden.

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