In der Hand von Fuhrleuten

Am Wochenende ist Bühlenhausen in fester Hand von Fuhrleuten und deren Publikum. Helmut Fried vom Kutschenmuseum lädt zum Kutschertreff.

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Auch eine 100 Jahre alte Militärkutsche (links) ist am Wochenende beim Kutschertreff in Bühlenhausen zu sehen.  Foto: 

Der Kutschertreff von Doris und Helmut Fried vom Kutschenwagenmuseum ist alljährlich ein Publikumsmagnet. Insbesondere der Umzug der Kutschen mit ein bis vier Pferdestärken, nämlich vom Ein- bis Vierspanner. Am Sonntag ab 13 Uhr fahren die schön herausgeputzten und vielfältigen Gespanne durch den Ort. Im Anschluss werden die Kutschenwagen samt Fuhrleute und Pferden beim sogenannten "Allerlei der Gespanne" mit allen Eigenarten und Besonderheiten einzeln vorgestellt. Wer am Sonntag nicht kann: Dieses "Allerlei der Gespanne" wird auch am Vortag, nämlich am Samstag, dann aber schon um 14 Uhr, ablaufen. Helmut Fried weiß allerdings aus Erfahrung, dass am Sonntag wegen des Umzugs weit mehr Gespanne in Bühlenhausen sind.

Auch wird am Sonntag der 100 Jahre alte Militärwagen, eine echte Rarität, im Umzug mitfahren. Der Nürtinger Florian Wagner will mit seiner Familie den Vierspänner mit dem Originalgeschirr aus der Zeit des Ersten Weltkriegs fahren. "Nicht, weil ich Militärisches besonders mag", sagt er, dies sei ein kleiner Tribut an die vielen Gefallenen dieses Krieges. Wie immer beim Kutschertreff versorgt Doris Fried mit ihrem Team die Gäste mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. "Weit über Bühlenhausen hinaus beliebt sind unsere selbst panierten Schnitzel", verrät sie. Am Samstag und Sonntag sind außerdem Rundfahrten mit sieben, zwölf und einem Kilometern Länge durch die schwäbische Landschaft für die Fuhrleute ausgeschildert. Die nehmen die Gäste des Kutschertreffs sicherlich gerne mit auf eine ihrer Ausfahrten, sagt Helmut Fried. Eine weitere Attraktion für die Zuschauer sowie die Kutscher ist der gern genutzte Geschicklichkeitsparcours auf dem Gelände des Museums.

Derweil am Sonntag der Treff der Kutscher mit Musik aus der Dose ausklingt, gibt es am Vorabend ab 20 Uhr zünftige Livemusik mit den "Viehweidlern" aus dem Allgäu. Die Fuhrleute werden dann in den Ställen im Dorf, wo ihre Pferde untergebracht sind, im Stroh ihre Schlafstatt haben. Für sie gibt es am Sonntag ein kräftiges Frühstück, bevor sie ihre Kutschen und Pferde für den Umzug schmücken. Viele Kutscher reisen schon am Freitagabend an. Dann wird Helmut Fried mit ihnen in gemütlicher Runde Bilder aus vergangenen Kutschertreffen anschauen.

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