Fahrertag für Gespanne: Im Takt der Kaltblüter im Gespann

Anmutige Dressuren, großer Zuspruch – mit dem Fahrertag für Gespanne hat der Langenauer Verein einen Erfolg verbucht.

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An die 40 Gespanne haben beim diesjährigen Fahrertag in Langenau teilgenommen.  Foto: 

Die jüngste Teilnehmerin ist zehn, der älteste Teilnehmer 69 – wenn der Reit- und Fahrverein Langenau zum Fahrertag lädt, kommen auch unter den Aktiven viele Generationen zusammen. Es ist dazu ein gut nachgefragtes Turnier, das die Freunde des Gespannfahrens aus der näheren wie weiteren Umgebung anzuziehen vermag. Die Zuschauer erlebten zum Teil packende Wettbewerbe.

Mit rund 40 Gespannen war die Beteiligung in etwa so groß wie im Vorjahr, als der Fahrertag beim RFV seine überaus erfolgreiche Premiere hatte. Die Teilnehmer aus den Landkreisen Alb-Donau, Ostalb, Rems-Murr, Neu-Ulm, Günzburg, Göppingen und Reutlingen stellten sich am Sonntag in drei Disziplinen und in zehn Prüfungen den Wertungen durch Richter Franz Brauchle: Dressur, Hindernis-Fahrt sowie die „Jagd um Punkte“, bei welcher die Fahrer den Parcours selbst bestimmen können.

Bei den Dressur-Wettbewerben ist das anders. In einer genau festgelegten Abfolge durchmessen die Gespanne das fußballfeldgroße Wettbewerbsgelände. Aufruf, Einlauf des Gespanns auf einen Punkt in der Mitte, den Hut zum Reitergruß gezogen, und los – Brauchle wendet in den folgenden drei Minuten seinen Blick nun nicht mehr ab vom Turnierplatz. Wie synchron sind die Bewegungen der beiden Zugtiere, darunter Ponys ebenso wie kräftige Kaltblüter? Harmonieren sie miteinander? Ruckelt das Gespann beim Start und bei den Stopps? Finden die Tiere in einen Takt? „Manche haben Takt, manche aber können üben so viel sie wollen.“ Brauchle zieht damit eine Analogie zu Menschen unterschiedlicher Begabung, die ein Tänzchen wagen.

Die Skala der zu vergebenden Punkte reicht von eins bis zehn. Seine Wertungen bewegen sich dann im „Sechser-Bereich“. Die teilnehmenden Freizeitsportler konnten somit überaus befriedigende Ergebnisse erzielen.

Bei den anschließenden Wettbewerben war dann alleine Zählbares entscheidend: die Zeit und die eingeheimsten Strafpunkte. Da konnte es mitunter durchaus knapp zugehen. Beim Hindernis-Fahren der Pony-Einspänner beispielsweise trennten Marco Weber (FSG Marbach) und Brigitte Schmid (RFV Heubach), beide mit null Fehlern unterwegs, gerade einmal 18 Hundertstel Sekunden.

Kein Zweifel an Neuauflage

Am Ende eines langen Wettbewerbstages sah man mit dem RFV-Vorsitzenden Thomas Schrade einen überaus glücklichen Menschen. „Toll angenommen worden, gutes Wetter, gute Rückmeldungen, und nichts ist passiert“, so lautet sein froh gestimmtes Fazit. Bei ihm selbst lief es im Übrigen im sportlichen Teil ebenfalls wie am Schnürchen, konnte Schrade doch die Punktejagd im Einspänner für sich entscheiden.

Daran, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage des Fahrertags in Langenau geben werde, ließ der Vorsitzende schließlich keinen Zweifel aufkommen.

Verein 1965 ist der Reit- und Fahrverein Langenau gegründet worden. Zuvor war er als Abteilung Reiten und Fahren des Pferdezuchtvereins geführt worden. Die Versammlung war von 55 Angehörigen der Reitergruppe Langenau, Osterstetten, Weidenstetten, Luizhausen und Urspring besucht, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Die Umwandlung in einen selbständigen Verein war notwendig geworden, da der Landessportbund die frühere Form nicht anerkannt hatte, und somit die Reiter nicht in den Genuss eines Versicherungsschutzes kamen. Die Reitanlage an der Angertorstraße ist 1968 gebaut und seitdem immer weiter ausgestattet worden.

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