Im Blaubeurer Hallenbad dröhnt der Presslufthammer

Nach der Sommerpause wird das Blaubeurer Hallenbad innen anders aussehen. Für 1,5 Millionen Euro werden Oberflächen und die Lüftung erneuert.

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Abbrucharbeiten im Blaubeurer Hallenbad: Im Oktober soll die Sanierung abgeschlossen sein.  Foto: 

Im Lüftungsnetz sitzt der Rost, beim Ansaugen von Außenluft gibt es manches Mal Probleme - wie überhaupt bei der Regelung der Lüftungsanlage im Blaubeurer Hallenbad. Weil die Luft-Leitungen an den Seitenwänden und Decken verlaufen, beherrscht in diesen Tagen im Hallenbad der Presslufthammer das Szenario. Entlang der Fenster werden die beheizbaren Bänke entfernt. Die Holzdecke ist bereits komplett verschwunden. Darunter befand sich bisher ein Geflecht aus Lüftungs- und Beleuchtungstechnik. Künftig werden viele Lüftungsleitungen an der Decke offen zu sehen sein, dann aber in einer modernen metallenen Ansicht: "Innen wird das Bad technischer aussehen, aber mit hochwertigen Oberflächen", erläutert Markus Gebhardt, dessen Architekturbüro die Hallenbadsanierung leitet.

Die Anforderungen an Lüftungsanlagen in öffentlichen Bädern haben sich gegenüber den 70er Jahren, als das Bad gebaut wurde, stark erhöht. Um die geforderte gute Luftqualität zu gewährleisten, muss die komplette Steuerungstechnik erneuert werden. Neu gemacht werden auch die Steuerung der Heizung und die Beleuchtung.

"Das Herz des Bads wird saniert", kommentiert Markus Späth, Geschäftsführer der Technischen Werke Blaubeuren (TWB), die das Bad betreiben. "Trotzdem bleibt das Bad ein Sportbad." Am Schwimmbecken selber müsse nichts verändert werden.

Bisher habe die Heizung manuell im Keller geregelt werden müssen - kein Spaß für die Bademeister. Künftig übernehme das eine automatische Steuerung, die Feineinstellung könne dann mit Hilfe von Regel-Tableaus direkt vom Beckenrand aus vorgenommen werden. Zusammen mit der hochmodernen Wasseraufbereitungsanlage sei das Bad künftig auf dem neuesten Stand der Technik, sagt Späth.

20 verschiedene Handwerksbetriebe und vier Fachbüros sind von den TWB mit der Sanierung beauftragt. Unter anderem beschäftigt sich ein Akustiker mit den Auswirkungen der neuen Oberflächen, damit unnötiger Hall und zu starker Lärm vermieden werden. Bisher schluckten die Holzdecken Schall.

Bis zu Beginn der neuen Hallenbadsaison im Oktober soll alles fertig sein. "Wir liegen gut im Zeit- und Kostenrahmen", sagt Späth. 2013 hatte sich bei Untersuchungen des Architekturbüros Gebhardt herausgestellt, dass das Flachdach, die Lüftung und die Steuerungstechnik erneuert werden müssen. Die Dachsanierung wurde bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen, was knapp 560.000 Euro kostete. Die Erneuerung der technischen Anlagen soll rund 1,5 Millionen Euro kosten. Das Geld wird über Kredite aufgebracht und über den üblichen jährlichen Beitrag der Stadt abgerechnet. Der so genannte Abmangel, der 2013 noch bei rund 380.000 Euro lag, wird aufgrund der Sanierung von 2016 an wohl jährlich um 113.000 Euro höher ausfallen, schätzt Späth, der allerdings davon ausgeht, durch die neue Technik Energie zu sparen.

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