Ideen fürs Blautopf-Areal gesucht

Rund um Blaubeurens größte Attraktion liegt einiges im Argen. Bürger und Besucher können jetzt Verbesserungsvorschläge einbringen.

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Der Blautopf ist die Hauptattraktion in Blaubeuren. Das Areal drumherum soll zweckmäßiger geordnet und schöner gestaltet werden. Dazu sind Vorschläge der Bürger gefragt.  Foto: 

Parkende Autos und Motorräder, Menschentrauben und Cafébetrieb: An manchen Wochenenden ist auf der Straße vor dem Blautopf kaum ein Durchkommen. Das belastet die Anwohner und nervt Besucher. Jetzt, in der kalten Jahreszeit sind vor dem Blautopf vor allem große betonierte Flächen und bröckelnde Mauern zu sehen. Diese unschönen Dinge sind bei der Bürgerversammlung zur Neugestaltung des Blautopf-Areals am Dienstagabend in der Stadthalle nur kurz angeklungen.

Dafür wurden sie später im kleinen Kreis unter den etwa 50 Anwesenden umso intensiver diskutiert. Die Teilnehmer konnten Kritik und Anregungen auch auf Zettel schreiben und an die Pinnwand heften. „Wir brauchen mehr Platz vor dem Blautopf“, regte ein Bürger an und verwies auf den Verkehr, auf die wenig attraktive Gestaltung und die begrenzten Freiflächen zwischen Kloster und Blautopf. Andere empfahlen, den ganzen Bereich für den Verkehr zu sperren und nur Anwohner hineinfahren zu lassen.

Auf einem Zettel war notiert, dass der Baumbestand am Blautopf erhalten werden solle, auf einem anderen, dass die Wege zum Blautopf besser und einheitlicher zu beschildern seien. Weitere Wünsche betreffen die Umzäunung des Blautopfs und den engen Weg jenseits des Denkmals der Albwasserversorgung.

Diese und andere Notizen wurden am Mittwochabend nur gesammelt – als Ansporn für weitere Vorschläge, die im Laufe der nächsten zwei Monate zusammengetragen werden (siehe Infokasten). Koordiniert wird das Projekt vom Moderationsbüro „Politaktiv“ aus Tübingen, das sich schon bei Bürgerbeteiligungs-Prozessen in den Blaubeurer Teilorten bewährt hat.

Bürgermeister Jörg Seibold sieht mit dem jetzt begonnenen Beteiligungsprozess die Chance, die Ideen von Anwohnern, Bürgern und Besuchern der Stadt zu berücksichtigen und in Arbeitsgruppen konkreter zu diskutieren. Am Ende sollten Vorschläge zur Umsetzung herauskommen. Dabei müsse man sicher auch „über den eigenen Tellerrand“ hinausschauen und die Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen berücksichtigen, wie etwa der Anwohner auf der einen und der Touristen auf der anderen Seite, gab Seibold zu bedenken: „Es wird nicht möglich sein, alle Wünsche zu 100 Prozent zu realisieren.“ Um das große Ganze nicht aus dem Blick zu verlieren, sollen in den künftigen Arbeitsgruppen auch professionelle Planer mitwirken und ihre Vorstellungen einbringen.

Beteiligung In den kommenden zwei Monaten sind alle Bürger aufgerufen, ihre Ideen zur Umgestaltung des Blautopf-Areals einzubringen: Im Internet unter www.blaubeurengestalten.de, oder mit Notizen, die man in die Ideen-Boxen im Rathaus, in der Stadtbücherei und im Tourismus-Büro wirft.

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