Hundesteuer steigt erstmals seit 21 Jahren

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„Steuererhöhungen beschließt niemand gerne, aber wir haben mit den Hunden einen deutlich höheren Aufwand als früher und müssen daher die Steuer dafür anheben“, begründete Dietenheims Bürgermeister Christopher Eh die Steigerung der Hundesteuer. Zur Reduzierung von Verunreinigungen durch Hundekot seien in den vergangenen Jahren insgesamt 22 so genannte Hundeklos angeschafft worden. Neben den Beschaffungskosten fielen auch noch laufende Aufwendungen für die wöchentliche Leerung und Reinigung der Hundeklos sowie für das Auffüllen der Hundetütenbehälter und die Beschaffung der Hundetüten an. Die große Anzahl von 200 000 solcher Tüten pro Jahr erstaunte die Gemeinderäte. Ganz abgesehen davon, zeige ein Blick zu den Nachbargemeinden, dass Dietenheim bei diesen Steuern deutlich hinterherhinke. „Wir müssen nun wieder auf das Niveau anderer Gemeinden kommen“, sagte Eh. Die Stadt verspricht sich von der Steigerung Mehreinnahmen von gut 7000 Euro pro Jahr.

Die Gemeinderäte Ute Werner, Toni Endler und Karin Weiß monierten die hohe Steigerungsrate von rund 40 Prozent, sahen aber auch die Argumente der Stadtverwaltung mit dem höheren Aufwand und die lange nicht veränderten Sätze. Endler begrüßte den Aufwand mit den Hundeklos: „Der Erfolg durch weitaus weniger Verunreinigungen lässt sich sehen. Das zeigt, dass das Konzept der Stadt angenommen wird.“ Werner regte entsprechend der Hundesteuer eine Pferdesteuer an, die Endler ebenfalls begrüßen würde – auch wenn diese schwer zu realisieren sei. „Sobald es dazu einen Antrag der Fraktionen gibt, werden wir dieses Thema behandeln“, sagte Bürgermeister Eh.

So votierten die Räte einstimmig für eine Erhöhung der Hundesteuer auf 72 Euro pro Jahr für den ersten Hund und 144 Euro für den zweiten und jeden weiteren Hund. Der Steuersatz für den ersten Kampfhund wird pro Jahr auf 720 Euro erhöht, für den zweiten und jeden weiteren Kampfhund auf 1440 Euro.

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