Holperstrecke verschwindet

Den weiteren Ausbau der Weite Straße hat der Laichinger Gemeinderat am Montagabend beschlossen. Er wird rund eine Million Euro kosten.

|

Es ist gerade mal ein paar Wochen her, dass die Neugestaltung der Weite Straße zwischen Weberstraße und Hirschstraße beendet ist. Schon befasste sich der Gemeinderat am Montagabend mit dem weiteren Ausbau dieser "wichtigsten innerstädtischen Nord-Süd-Verbindung", wie es Bauamtsleiter Günter Hascher ausdrückte. 5400 Fahrzeuge rollen täglich darüber. Dieses Mal ging es um die Sanierung des Teilstücks zwischen Kreisverkehr und Schubertweg, einem mit Kopfsteinpflaster belegtem Straßenstück. Diese Holperstrecke soll asphaltiert werden. Da auch die Leitungen unter der Straße ausgetauscht werden müssen, kommt diese Baumaßnahme auf eine Gesamtsumme von 1,05 Millionen Euro. Um vor allem der Feuerwehr eine durchgehende Möglichkeit für Einsatzfahrten zu ermöglichen, wird sie in zwei Abschnitten erfolgen. "Baubeginn wird im März 2013 sein, damit wir bis November fertig sind", erläuterte Bauamtsleiter Hascher den Gemeinderäten. Die Weite Straße, so der Wunsch der Anlieger während einer Informationsveranstaltung, soll auch auf der Westseite eine durchgehenden Radweg bekommen.

Diese Baumaßnahme fand einhellige Zustimmung im Rat. Die Planung aber nicht uneingeschränkt. "Die LAB nimmt den Ausbau erfreut zur Kenntnis", sagte deren Sprecher Bernhard Schweizer. Er wollte aber prüfen lassen, ob nicht auch ein Radweg gebaut werden könnte. Hascher wies darauf hin, dass die räumlichen Verhältnisse sehr eng seien. Ein Radweg könnte nur auf einer Länge von 160 Metern angelegt werden. Und: "Unser Radwegekonzept führt nicht über die Weite Straße." Konnte sich Schweizer noch erinnern, dass in früheren Jahren Post, die mit "Kopfsteinpflasterstraße in Laichingen" adressiert war, auch tatsächlich an den Mann gekommen ist, so erinnerte sich Martin Schwenkmezger noch daran, "wie ein Pflasterer die Steine einzeln eingesetzt hatte". Er befürwortete den Ausbau ebenfalls, fragte allerdings, ob gleichzeitig eine moderne Straßenbeleuchtung kommen werde. Hascher betonte, bei allen Straßensanierungen würde auf LED-Leuchten umgestellt. Gemeinderat Dr. Günter Schmid (Igel) fragte nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Diese seien nicht geplant, nachdem der Gemeinderat sie bei früheren Sanierungen abgelehnt hätte, antwortete Hascher. "Nach dem Ausbau wird das eine Rennstrecke", befürchtete deshalb Franz Heim (Igel). Sigrun Seiboth-Mack forderte "optische Signale für die Fahrbahn", um Autofahrer zu bremsen. Auch eine Geschwindigkeitsmesstafel konnten sich einige Räte vorstellen, nachdem damit in anderen Orten gute Erfahrungen gemacht worden seien. Über solche verkehrsberuhigenden Maßnahmen werde der Bauausschuss diskutieren, wenn entsprechende Anträge eingebracht worden seien, erläuterte Bürgermeister Friedhelm Werner. Eine komplette Absage erhielten bei dieser Diskussion bauliche Maßnahmen wie eine Unterbrechung des Asphaltbelags durch Pflastersteine. Dies hatte Ernst Joachim Bauer (Igel) angeregt. Martin Grötzinger (BWV): "Das ist doch ein absoluter Nonsens. Damit sind nur die Anwohner gestraft."

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Oberbürgermeister Gunter Czisch: „Wir müssen mit klarer Kante antworten!“

Oberbürgermeister Gunter Czisch im Interview über die Sicherheitslage in der Bahnhofstraße, überzogene Reaktionen des Handels und neue Ideen für eine attraktive City. weiter lesen