Tag des offenen Denkmals: Höhlen und Hochaltare

Wer an historischen Bauten, an Hochaltären oder Höhlen interessiert ist, der hat am Sonntag beim „Tag des offenen Denkmals“ eine reiche Auswahl.

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Auch der Minnesängersaal im Reichenauer Hof ist am Tag des offenen Denkmals zu besichtigen.  Foto: 

Beim Tag des offenen Denkmals sind am kommenden Sonntag bundesweit wieder rund 7500 historische Gebäude, Prachtbauten und Denkmäler geöffnet. Das Motto in diesem Jahr: Macht und Pracht.

Stadt Ulm

Ein umfangreiches Programm gibt es im Münster, wo die Besucher an Stellen kommen, die normalerweise nicht zugänglich sind. Karten werden von 12.30 Uhr an am Brautportal ausgegeben. Alle Führungen sind kostenfrei, Spenden werden für den Bauunterhalt des Münsters verwendet. Die Werkstätten der Münsterbauhütte sind von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen 13 bis 17 Uhr

In der Büchsengasse lässt sich ein jahrhundertealtes Wohnhaus bestaunen, das seit 2016 restauriert wird und jetzt kurz vor der Fertigstellung steht.

Das Fort Oberer Kuhberg ist ein doppelgesichtiges Baudenkmal: Teil der Bundesfestung Ulm aus dem 19. Jahrhundert und Konzentrationslager von 1933 bis 1935. In der KZ-Gedenkstätte gibt es zwei Sonderführungen in die unterirdischen Häftlingsunterkünfte und die Räume der ehemaligen KZ-Verwaltung. Auch die Ausstellungen sind geöffnet.

Führungen, 12.30, 14.30 Uhr

Der an der Herdbrücke gelegene Reichenauer Hof gehört zu den wichtigsten Denkmalen der Stadt. Es ist das letzte in seiner Typologie vollständig erhaltene Patrizierwohnhaus Ulms. In den Ostflügel ist der Festsaal des gotischen Vorgängerbaus integriert. Der Minnesängersaal kann zwischen 10.30 Uhr und 17.30 Uhr besichtigt werden. Zur Kinderführung Taschenlampe mitbringen.

Baugeschichtliche Führungen 11, 13, 17 Uhr, Kinderführung 15 Uhr

In der Martin-Luther-Kirche ist die Gedenkstätte für die Ulmer Schülergruppe Weiße Rose geöffnet. Pfarrer Volker Bleil lädt zur Führung  „Die Martin-Luther-Kirche als Ausdruck reformatorischer Theologie“ ein.

Führung 19 Uhr

Das Blaubeurer Tor gilt als Schrecken der Fahrschüler, rein kommt man nicht. Erstmals werden am Sonntag die Türen geöffnet. Zwischen 10 und 17 Uhr gibt es je nach Bedarf Führungen durch die Gewölbe.  Das Tor ist nur über Fuß- und Radwege erreichbar. Taschenlampe sowie gutes Schuhwerk empfohlen.

Landkreis Neu-Ulm

Die evangelische Nikolauskirche in Steinheim hat eine bewegte Geschichte in der Reformation und Gegenreformation im Spannungsfeld der katholischen Gemeinde Holzheim hinter sich. Geöffnet ist sie von 10 bis 17.30 Uhr.

Führungen 11.15 und 15.30 Uhr

Das Rokoko ist eine üppige Stilrichtung.  Deren verschwenderische Pracht zeigt sich auch in der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Straß. Johann Wiedemann hat sie von 1746 bis 1748 im Auftrag des Klosters Elchingen gebaut. Wer Interesse hat, mehr daüber zu erfahren, sollte eine der Führungen von Anton Aubele besuchen.

Führungen 14 und 16 Uhr

Im Kloster Roggenburg wird in der ehemaligen Prälatur die Geschichte des Reichsstifts Roggenburg und seines Territoriums von der Gründung 1126 bis zur Säkularisation 1802 dargestellt. Zudem gibt es eine Führung, in der die Museumspädagogin Sabine Moser das Leben des vor 300 Jahren geborenen Abts Lienhardt in den Mittelpunkt stellt.

Führung Sonntag 13.30 Uhr

In Kellmünz erklärt Peter Wischenbarth, welche Bedeutung der rätische Limes  entlang von Donau und Iller hatte. Heute können die Reste dieser Wehranlage im Archäologischen  Park Caelius Mons  besichtigt werden.

Führung 11 Uhr

Alb-Donau-Kreis

In Asselfingen geht es um ein besonderes kulturelles Erbe, das es gar auf die Welterbe-Liste der Unesco geschafft hat: die älteste Kunst der Menschheit und ihre Fundstätten. Im Hohlenstein gibt es Führungen.  Außerdem wird die Technik der Elfenbeinbearbeitung erklärt. Auch das Geißenklösterle bei Blaubeuren-Weiler, ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Führungen 11, 12.30, 14, 15.30 Uhr

In Balzheim kann die St. Mauritius-Kirche von 10.15 bis 12 Uhr besichtigt werden. Der Historiker Harald Kächler erklärt den Hochaltar von Johann Heiß samt Kanzel sowie den spätgotischen Taufstein und die Grabkapelle der Patrizierfamilie Ehinger von 1583.

Führungen 10.15, 10.45, 11.15 Uhr

In Blaustein  öffnet Schloss Klingenstein seine Türen. Gebaut auf den Überresten einer Burg aus der Stauferzeit, ist das Schloss heute im Besitz der Leube-Stiftung und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Sonntag führen Mitglieder der Leube-Familie durch das Schloss. Geöffnet von 10.30 bis 17 Uhr.

Gebaut im Jahr 1476, nach einem Brand im Barockstil erneuert, bietet die St-Franziskus-Kirche Ersingen unter anderem einen Verkündigungsaltar um 1510 und ein Tafelgemälde von Jörg Stocker. Die Kirche ist geöffnet von 13 bis 17 Uhr. Klaus-Jürgen von Altrock erklärt die Besonderheiten.

Führung 16 Uhr

Heute ist im früheren Kanzleibau Oberdischingen das Rathaus untergebracht.  In dem 1767 errichteten Gebäude war früher das Gefängnis, Räume für Verhöre und Kammern für Knechte und Angestellte. Geöffnet: 11 bis 18 Uhr.

Zopfstil – so nennt sich der Übergang vom Barock zum Klassizismus. Die St.-Stephan-Kirche in Westerheim wurde 1787/88 in diesem Stil erbaut, wobei der Turm älter ist als die Kirche. Von 10 bis 17 Uhr können sich Besucher über die Besonderheiten informieren. Um  11 Uhr wird eine Bilder- und Skulpturenausstellung von Karl Knupfer eröffnet.

Schelklingen ist mit zwei technischen Bauwerken vertreten: Das Stellwerk am Bahnhof, das 1901 in Betrieb genommen wurde (9 bis 18 Uhr) und das Pumpwerk im Ortsteil Teuringshofen (13 bis 17 Uhr). Mit den Pumpen und Gerätschaften, darunter ein Wasserrad von 1870, wurde das Wasser auf die Alb befördert.

Eine Übersicht sehenswerter Denkmäler im Alb-Donau-Kreis und Landkreis Neu-Ulm finden Sie im Folgenden:

Denkmalpflege Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat den bundesweiten Tag des offenen Denkmals zum ersten Mal im Jahr 2016 veranstaltet. Ziel ist, die Menschen für ihr kulturelles Erbe zu sensibilisieren und Interesse für die Denkmalpflege zu wecken. Mehr Infos unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de

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