Höchste Konzentration: Ferienprogramm der Laichinger Bogenschützen

Eine korrekte Körperhaltung und höchste Konzentration sind die zwei Hauptfaktoren für zielsichere Bogenschützen. 13 Kinder haben sich beim Ferienprogramm der Laichinger Bogenschützen darin geübt.

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Auch die richtige Haltung ist wichtig beim Bogenschießen.  Foto: 

Zu sechst stehen die Jungs und Mädchen, die Körper seitlich gedreht, auf der Schießlinie in einer Reihe. Sie halten Recourvebögen in Händen, ein Pfeil eingelegt, die Bögen gespannt. Absolut ruhig sind, kein Kind redet. Selbst die übrigen sieben Kinder, die hinter ihnen auf der Wartelinie sind, bemühen sich, mucksmäuschenstill zu sein. "Schnapp - Schnapp", nacheinander, fast wie fallende Dominosteine, schnellen die Bögen zurück, die Pfeile sausen durch die Luft, dringen mit einem schmatzenden Geräusch in die Styroporzielschreiben ein. Nicht alle, ein, zwei Pfeile schießen darüber hinaus, landen im Gras der Wiese, oder stecken tief im Holz der Zielscheibengestelle. Ellen lacht. Wieder ein Pfeil, der ihr raus ist. "Macht nichts, es geht ja um nichts und es macht Spaß", sagt sie.

Die 13 Kinder sind beim Ferienprogramm des Bogensportvereins Laichinger Alb auf dessen Freigelände in Westerheim. Erst nachdem sie der Vorsitzende Joachim Payer in alle Sicherheitsregeln instruiert hat, durften sie Pfeil und Bogen in die Hände nehmen. "Wie schnell treibt man sich die spitzige Plastiknocke, welche den Pfeilschaft schließt, zwischen die Zehen, wenn er anstatt in der Scheibe im hohen Gras steckt", erklärt Payer und fügt hinzu: "Das geht meistens blutig aus." Also ist festes Schuhwerk Voraussetzung und außerdem darf auf dem Gelände vor und hinter den Schießständen nicht gerannt werden.

Überhaupt herrscht ein fast militanter Kommandoton auf dem Gelände der Bogenschützen. Doch auch das hat seinen Sinn. Schließlich ist, ebenfalls aus Sicherheitsgründen, jede Aktion erst dann auszuführen, wenn die Schießleiter das Kommando gegeben hat. Dazu gehören neben Payer auch die Jungschützen Yannick Ostertag und Magnus Tritschler sowie Trainer Moritz Wühle. Und die Kinder haben sich das gemerkt. "Halt", ruft Payer laut, mitten ins Abschießen der Pfeile hinein. Auf das Kommando hin senken alle ihre Bögen, noch nicht abgeschossene Pfeile zeigen in Richtung Boden. "Ellen, du stehst nicht richtig an der Zielline", sagt Payer. Das Mädchen korrigiert seine Haltung - und alle schießen wieder ihre Pfeile ab. Drei Stück sind es je Durchgang, dann kommt die hintere Reihe dran.

Nach einer guten Stunde Training auf Styroporscheiben gibt es eine kleine Stärkung mit Getränken. "Das braucht man für die Konzentration", meint Payer. Und wenn bis dahin noch viel Lachen zu hören war, auf der Wiese bei Westerheim, so sieht man jetzt mehr die verbissenen Gesichter. Jetzt findet es kaum eines der Kinder noch lustig, wenn ein Pfeil daneben geht, denn jetzt ist ein Turnier auf richtige Zielscheiben angesagt und der Ehrgeiz packt jeden. Am Ende eines jeden Sommerferienprogramms kommen ein bis zwei Kinder in die Jugendabteilung des Vereins, weiß Payer. Ellen hat jedenfalls Feuer gefangen: "Aber ich muss ja noch meine Mutti fragen."

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