Hochwasserschutz für Wohngebiet in Hüttisheim diskutiert

Schon während der Planung des Wohngebiets "Eppenmahd" an den Hochwasserschutz denken, das beschäftigt den Hüttisheimer Gemeindrat.

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Am südwestlichen Ortsrand von Hüttisheim ist das Wohngebiet „Eppenmahd“ geplant. Im nächsten Jahr soll gebaut werden.  Foto: 

Es ist nicht einfach, um im Westen von Hüttisheim sicher vor Oberflächenwasser zu bauen. Darauf hat Andreas Kramer von Planungsbüro Wassermüller in der jüngsten Gemeinderatssitzung hingewiesen. Böden mit schlechten Sickereigenschaften und weitläufige, zum Ort hin abschüssige Hänge seien die Hauptgründe: „Da müssen die Niederschläge von etlichen Hektar Feld beachtet werden.“ Der Ingenieur hatte die Erschließungsplanung für das Neubaugebiet „Eppenmahd“ mitgebracht, die im Südwesten der Gemeinde 33 Grundstücke vorsieht.

Während die Verkehrserschließung unproblematisch erscheint, machen sich die Gemeinderäte wegen der jüngsten Platzregen vor allem über den Hochwasserschutz Gedanken. Reinhold Lottner etwa bezweifelt, dass ein Grabensystem, das Wasser vor den Grundstücken abfangen und zu einem Versickerungsbecken leiten soll, funktioniert. Die Rohre seien nicht ausreichend dimensioniert. Den Berechnungen seien besonders widrige Bedingungen zugrunde gelegt wie Starkregen und Maisanbau, der Wasser praktisch ungehindert abfließen lässt, sagte Kramer. Er sei sicher, die Situation in den Griff zu bekommen. Sorgen machte den Räten auch der im Bebauungsplan von den Bauherrn geforderte Erdwall an den außenliegenden Grundstücken. Würde der Wall nach und nach erstellt, fände das Wasser den Weg durch die Lücken. Bürgermeister Stefan Gerthofer und der Planer versicherten, mit Aushub vom Straßenbau sofort einen durchgängigen, zumindest provisorischen Wall herstellen zu lassen.

Weiter war über die Gestaltung der Straßen zu befinden. Guido Rapp kritisierte die Tendenz der Mehrheit, die Parkplätze entlang der Straßen ebenfalls zu asphaltieren. „Grad eben diskutieren wir über Hochwasser, und dann wollen wir wieder alles versiegeln“, sagte Rapp und plädierte für die von Kramer als weitere Möglichkeit genannten Rasengittersteine. Auch wenn die Flächen nicht besonders groß seien, müsse ein Anfang gemacht werden.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, nach der Ausschreibung zu entscheiden. Der Auftrag zur Gestaltung der Parkplätze wird so ausgeschrieben, dass Asphalt und Rasengittersteine möglich sind. Die Erschließung ist ab Frühjahr geplant, gebaut werden kann ab Herbst 2017.

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