Hochbehälter im Herbst 2014 betriebsbereit

Große Freude beim Spatenstich zum Bau des neuen Trinkwasserbehälters Brandenburg: Günter Lumpp vom Regierungspräsidium Tübingen überreichte einen schriftlichen Förderbescheid über 200 000 Euro.

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Der Spatenstich des Regglisweiler Hochbehälters erfolgte durch (von links): Günter Lumpp (Regierungspräsidium), Wassermeister Hans Haist, Dietenheims Bürgermeister Christopher Eh, Illerriedens Bürgermeister Jens Kaiser, Rainer Herzog (Firma Motz, Erdarbeiten), Otto Pollini (Hydro-Elektrik, Tankanlagenbau), Uli Pühler, (Ingenieur-Büro Wassermüller). Foto: Dieter Gräter

Gute Laune herrschte beim Spatenstich zum Bau des neuen Hochbehälters auf Regglisweilers Höhen. Wie der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Wasserversorgung Illergruppe, Illerriedens Bürgermeister Jens Kaiser, in einem Statement erklärte, handelt es sich bei dem Projekt um den Ersatzneubau der Kammer 1 des Hochbehälters Brandenburg (wir berichteten). Die Illergruppe wird von der Stadt Dietenheim mit Regglisweiler und der Gemeinde Illerrieden mit den Ortsteilen Dorndorf und Wangen getragen. Kaiser unterstrich in seinen Ausführungen deutlich die Notwendigkeit der inneren und äußeren Erneuerung des Behälters. "Das Thema steht seit Jahren auf unserer Agenda", sagte Kaiser.

Wie Ingenieur Uli Pühler vom Ulmer Büro Wassermüller erklärte, bleibe die Druckerhöhungsanlage vorerst erhalten, damit Regglisweiler ausreichend Druck auf seinen Leitungen behalte. Westlich an diese Anlage angrenzend entstehe die Baugrube für den Neubau des Hochbehälters, der in zwei Bauabschnitten erfolge. Mit dem Spatenstich sei der Baustart erfolgt. Das Gebäude solle noch vor Weihnachten stehen. Man könne dann im beheizbaren Inneren weiter arbeiten. Im Oktober/November 2014 rechne man mit einer Betriebsbereitschaft des neuen Hochbehälters. Der Ingenieur betonte, dass nach dem Abriss der Druckerhöhungsanlage die im Neubau integriert werde und der Fertigstellung des Baues, auch die Leitungen im Vorfeld neu geordnet werden.

Nach der Erkenntnis der deutlichen Kostensteigerungen gegenüber den Vorausberechnungen des Vorjahres hatte es sich Günter Lumpp vom Referat Grundwasser und Wasserversorgung beim Regierungspräsidium Tübingen nicht nehmen lassen, zum Spatenstich persönlich nach Regglisweiler zu kommen. Er überbrachte dabei nicht nur die Grüße von Regierungspräsident Hermann Strampfer, sondern auch einen schriftlichen Förderbescheid in Höhe von 200 000 Euro. Er freue sich, im Rahmen des vorgegebenen Ermessensspielraumes, zum Spatenstich "etwas mitbringen" zu können.

Laut Lumpp sei es Zielsetzung der Landesregierung gewesen, Förderrichtlinien nach Dringlichkeit zu entwickeln: "Neubauten gehören dazu, weil sie wasserwirtschaftlich von besonderer Bedeutung sind", sagte der Regierungsbeamte und verwies auf den Regglisweiler Brunnen, weil dieser als Hauptstütze der Illergruppe und zeitweise auch der Steinberggruppe gelte. Bekanntlich ist im Jahr 2006 eine Verbandsleitung zur Steinberggruppe gelegt worden. An Dietenheims Bürgermeister Christopher Eh als Kaiser Stellvertreter gewandt, bat Lumpp um Verständnis dafür, dass nur die anteiligen Investitionskosten, die über dem so genannten Schwellenwert der jeweiligen politischen Gemeinde wieder zu finden seien, Berücksichtigung finden können. "Die Stadt Dietenheim fällt leider nicht darunter", sagte der Beamte.

Zum Spatenstich hatten sich Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen, des Zweckverbandes Illergruppe, des betreuenden Architekturbüros und der am Bau beteiligten Firmen eingefunden. Bei einer Besichtigung des alten Hochbehälters konnten sich die anwesenden Gäste vom innerlich und äußerlich desolaten Zustand des alten Gebäudes überzeugen.

Die Neubaukosten ohne Honorarkosten belaufen sich auf 816 400 Euro. Rund 60 Prozent dieser Kosten die auf Illerrieden entfallen, rund 490 000 Euro werden vom Regierungspräsidium mit 40,4 Prozent (entspricht rund 200 000 Euro) bezuschusst.

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