HGV-Ausstellung zum Weihnachtsmarkt Dietenheim

Die alljährliche Ausstellung des Handwerker- und Gewerbevereins Dietenheim steht unter dem Motto: "Dietenheim damals und heute". Gesucht werden noch alte Fotos, Haushaltsgeräte und Gemälde.

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Barbara Dursch hofft auch in diesem Jahr auf eine wieder abwechslungsreiche Ausstellung. Foto: Reuter-Manz

Barbara Dursch ist auf der Suche nach Relikten aus Großmutters Zeiten. Für die Ausstellung des Handwerker- und Gewerbevereins Dietenheim, die jedes Jahr mit dem Weihnachtsmarkt veranstaltet wird, braucht die Organisatorin noch alte Fotos, Gemälde und Haushaltsgegenstände von früher. Thema der Ausstellung: "Dietenheim damals und heute."

"Es geht uns vor allem um früher", erklärt Dursch. "Wir würden gerne das alte Dietenheim zeigen." Möglich sei es auch, mit alten und neuen Fotos des gleichen Motivs damals und heute gegenüber zu stellen. Seit 1999 veranstaltet der Verein die Ausstellung. Die Themen in den vergangenen Jahren waren vielfältig: Puppen und Eisenbahnen, Sammlerschätze, Krippen und Nikoläuse wurden schon ausgestellt. Wie kam der Verein auf das diesjährige Motto? "Die Idee für dieses Thema kam aus dem Ausschuss", erklärt Dursch. Es sei schon vergangenes Jahr im Gespräch gewesen, doch da hätte sie nicht ausreichend Zeit für die Vorbereitung gehabt. Dieses Jahr nun hat sie rechtzeitig damit begonnen, Ausstellungsmaterial zu sammeln und bei den Vereinsmitgliedern und in der Gemeinde um Hilfe gebeten. "Ich habe schon Postkarten und verschiedene Fotos bekommen", erzählt Dursch. Die Qualität des Bildes entscheide, ob es ohne weiteres Zutun verwendet werden kann oder ob noch nachgeholfen werden muss. "Manchmal müssen wir die Bilder vergrößern oder nochmal abfotografieren. Es ist oft einfach eine Frage der Technik." Bei Fotos aus den 60er oder 70er Jahren seien die Farben häufig zu blass. "Bei den ganz alten schwarz-weiß Fotos ist das dagegen kein Problem." Was für Motive sind denn gefragt? "Alte Fotos sind am interessantesten, was da drauf ist, ist eigentlich egal. Häuser, Straßenzüge, alteingesessene Dietenheimer, bekannte Personen, die man noch kennt." Sie habe zum Beispiel auch eine Postkarte mit einer Luftaufnahme vom alten Dietenheim erhalten. "Das ist sehr interessant, weil viele alte Gebäude ja gar nicht mehr stehen und man so die Veränderung gut nachvollziehen kann." Auch alte Zeitungsartikel über wichtige Ereignisse kämen in Frage.

In der Ausstellung sollen außerdem alte Haushaltsgeräte zu sehen sein. "Solange die alten Leute noch etwas erzählen und erklären können, ist es wichtig, zu zeigen, wie manche Sachen früher funktioniert haben", sagt Dursch. "Vieles ging ja früher im Haushalt nur mit Handarbeit und Mechanik, man brauchte gar keinen Strom!" Dadurch wolle sie auch das Thema Energieverbrauch aufgreifen. "Jemand hat eine alte Kaffeemaschine und eine alte Nudelmaschine gebracht. Viele junge Leute können sich das ja gar nicht mehr vorstellen, wie sowas früher funktioniert hat!"

Die Ausstellung wird mit dem Weihnachtsmarkt am 1. Dezember eröffnet. Bis dahin hat Dursch noch viel zu organisieren. Um die Fotos schön präsentieren zu können, braucht der Verein noch Stellwände.

Außerdem freut sich Dursch natürlich über viele Spenden. "Jeder kann mithelfen und Fotos, alte Gemälde mit Motiven aus der Region oder Küchengeräte aus Großmutters Zeiten abgeben." Am liebsten wäre es der Organisatorin, wenn sie die Ausstellungsstücke so bald wie möglich zusammen hätte. "Ich muss ja dann schauen, ob ich die Fotos noch irgendwie bearbeiten muss. Außerdem hätte ich auch gerne eine schöne Auswahl."

Dursch hofft, mit der Ausstellung einen schönen Eindruck vom Dietenheim anno dazumal bieten zu können. "Vieles von damals, Gebäude wie das Kloster oder das alte Schloss kennen die jungen Leute ja gar nicht mehr. Sowas muss man doch zeigen!"

Info Wer Ausstellungsstücke beisteuern möchte, kann sich bei der Kanzlei Weiß und Kollegen unter der Telefonnummer (07347) 961 30 oder bei der Stadt-Apotheke unter (07347)75 64 melden.

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