Heroldstatts Mitte wächst

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Auf dem Brachland unterhalb der Seniorenwohnanlage sollen Eigentumswohnungen entstehen.  Foto: 

Nach Jahren des Stillstands werden jetzt Brachflächen in der Heroldstatter Ortsmitte Schritt um Schritt weiter bebaut. Zunächst soll ein neues Gebäude mit acht Eigentumswohnungen der Baugenossenschaft Münsingen das Gebiet weiter verdichten.

Im Frühjahr 2006 wurde die betreute Seniorenwohnanlage mit zehn Zwei- und Drei-Zimmer-Eigentumswohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft zum ASB-Pflegezentrum „Am Berg“ in Heroldstatt eröffnet. Die Anlage steht in der Ortsmitte gegenüber des Rathauses. In den unteren Räumen hat die Gemeinde ihre Begegnungsstätte eingerichtet. Da diese Wohnungen damals relativ schnell verkauft waren, sah die Baugenossenschaft Münsing­en auf dem gegenüberliegenden 20 Ar großen Grundstück eine zweite Seniorenwohnanlage vor. Ebenfalls mit zehn Wohnungen. Die Planung wurde erstmals 2007 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Wider Erwarten war die Nachfrage dieses Mal nicht so groß. Daher jagte die Baugenossenschaft fünf Jahre später ihre bereits durch den Gemeinderat genehmigte Planung durch den Reißwolf. Seitdem liegt das Grundstück brach.

Vor ein paar Wochen kam das Gelände am Ennabeurer Weg bei der Baugenossenschaft wieder ins Gespräch. Dank des ehemaligen Heroldstatter Bürgermeisters Karl Ogger, der dort heute noch ehrenamtliches Vorstandsmitglied ist.

Seit vergangener Woche liegt nun die erste Entwurfsplanung auf dem Tisch. Die sieht ein dreistöckiges Gebäude mit acht Eigentumswohnungen vor. Je drei im Parterre und im ersten Stock. Die restlichen zwei sind im Dachgeschoss vorgesehen. Sie alle haben eine Terrasse oder einen Balkon, die nach Westen beziehungsweise nach Südwesten zeigen. 60 bis 110 Quadratmeter groß werden die Wohnungen einmal sein, informiert Baugenossenschaft-Geschäftsführer Norbert Grüger auf Anfrage.

Außerdem sind acht Garagen im Gespräch, die, von Ennabeuren her kommend, gleich nach der Brücke über die Landesstraße 230 über eine neue Zufahrt ebenerdig befahrbar sind.

Auch wenn das mit einem Flachdach versehene Gebäude drei Stockwerke hoch ist, „wird es nicht höher als die gegenüberliegende Seniorenwohnanlage“, verspricht Grüger. „Im Gegenteil, es ist niedriger, da es deutlich tiefer liegt.“

Sechs Mietwohnungen

Dem ist nicht genug. Die Baugenossenschaft sieht im Anschluss an den Neubau ein weiteres Gebäude mit vier bis sechs Mietwohnungen vor. Die Planung für dieses Haus liegt aktuell aber noch nicht vor. Es grenzt einmal an die beiden vergangenes Jahr gebauten Häuser mit acht Wohnungen für Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung. Anfang nächsten Jahres soll die Entwurfsplanung fertig sein, fügt Grüger hinzu.

Wie hoch der Preis für die Eigentumswohnungen einmal sein wird, steht bislang in den Sternen. „Frühestens Mitte 2018 wissen wir mehr“, fügt der Geschäftsführer hinzu. Er ist zuversichtlich, dass die Interessenten nicht nur aus dem Ort und der näheren Umgebung, sondern auch aus dem Umland kommen werden. „Mit dem Auto ist man in 25 Minuten in Ulm, in zehn Minuten wird man einmal am Merklinger Bahnhof sein“, gibt Grüger zu bedenken. 

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