Heilixblechle zündet ein Feuerwerk

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Ordentlich Stimmung machte das Quartett „Heilixblechle“ im Kulturstadel Wain.  Foto: 

Mit der Verpflichtung dieser Combo habe er sich einen persönlichen Wunsch erfüllt, sagte Theo Kobler, der Gründer und Chef des Kulturstadel Wains, am Samstag. Allerdings fürchtet er nach nur überschaubarem Besuch nun die Reaktion des Vorstandes.

Wer gekommen war, wurde mit einem Feuerwerk an Musik und Witz belohnt. Das Programm „Musik von früher bis heute“ begann, ganz in diesem Sinne klassisch, mit der Feuerwerksmusik von Friedrich Händel. Und endete mit einer oberschwäbischen Eigenkreation aus dem 21. Jahrhundert. Dazwischen gab es Klassik, Shuffle, Rock, Ragtime, alpenländische Volksmusik und Raritäten wie eine Fanfare, die der letzte Abt des Kloster Rot an der Rot, Nicolas Betscher, um 1800 komponiert hatte und die erst kürzlich wieder entdeckt worden ist. Trotz aller Hochkultur, die die vier Vollblutmusiker und Vollblutschwaben auf die Bühne brachten, kam der Spaß nicht zu kurz. Karlheinz Vetter, Eugen Maucher, Thomas Räth und Bernhard „Barny“ Bitterwolf“ ließen sich auch von halbleeren Stuhlreihen nicht in ihrer Spielfreude einschränken. Von Beginn an hielten sie engen Kontakt zum Publikum. Witzig, aber nie verletzend banden sie ihre Gäste ins Programm ein. Sei es mit launigen Sprüchen oder der Aufforderung zu musikalischer Mithilfe. Immer augenzwinkernd mit der Bemerkung, an diesem Abend könne jeder etwas ausprobieren. Die Anwesenden taten das Ihrige und ließen sich auf die Spielchen ein.

Schwäbische Eisenbahn

Zu den stimmungsvollen Höhepunkten gehörten denn auch die Programmteile, bei denen Besucher auf die Bühne gebeten wurden. Da wäre an erster Stelle das gute alte Volkslied von der schwäbischen Eisenbahn: Es wurde nicht gesungen, sondern illustriert. Oder die vierstimmig gesungene Liebeserklärung an eine junge Frau.

Heilixblechle können musizieren, schauspielern und auch singen. Viele Stücke waren daher Zwischen- und Mischformen von A-capella-Gesang und Instrumentalmusik. Diese offensichtlich professionell geschulten Stimmen erinnerten an Barbershop-Quartette der US-amerikanischen Vierzigerjahre: schwungvoll, stimmsicher und manchmal stürmisch wild. Klar, dass das Quartett nicht ohne Zugabe entlassen wurde. Es gab einen Raussschmeißer.

Auch wenn die Musiker eine tolle Show abgeliefert hatten, so blieb doch der Eindruck, dass sie ihr Programm etwas gestrafft hatten.

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