Haushaltsentwurf für Schnürpflingen steht

Die Gemeinde Schnürpflingen hat im Haushalt 200.000 Euro für ein Dorfgemeinschaftshaus eingeplant - als erster Posten für den Grunderwerb.

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Straßenlampen entrosten und streichen, Pflasterarbeiten im Kindergarten, Betreuung des Friedhofs: Das sind nur einige Arbeiten, die in Schnürpflingen per Ehrenamt erledigt werden. Das Honorar, das die Helfer von der Gemeinde erhalten, reicht vom Vesper bis zum Festzuschuss an Vereine.

Bürgermeister Michael Knoll warb bei der Haushaltsberatung des Gemeinderats am Mittwoch für die Bereitstellung entsprechender Beträge für ein Gemeinschaftshaus, damit wolle die Kommune "dem großen Engagement der Bürger" Rechnung tragen. Neben Gemeinschaftsräumen ist auch an seniorengerechtes Wohnen gedacht. Eine Planung gibt es dafür noch nicht. Vorerst geht es um 200.000 Euro für den Grunderwerb. "Damit wir reagieren können, wenn sich ein entsprechendes Areal anbietet", sagte Knoll. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag und auch dem Haushaltsentwurf geschlossen zu.

Größtes Vorhaben 2016 ist die energetische Sanierung des Rathauses mit insgesamt 400.000 Euro bis 2017, erklärte Andreas Maaß vom Gemeindeverwaltungsverband Kirchberg-Weihungstal. Eingerechnet sind ein Zuschuss aus dem Ausgleichstock von 250.000 Euro und 37.000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm. Desweiteren nannte Maaß 20.000 Euro für ein Schilderleitsystem, insgesamt 100.000 Euro für eine Beteiligung der Gemeinde an den Radwegen vom Teilort Ammerstetten nach Hüttisheim beziehungsweise Weinstetten sowie vom Teilort Beuren nach Illerrieden. "Wir hoffen, dass es da endlich weiter geht", sagte der Bürgermeister. Mit fast 600.000 Euro möchte Schnürpflingen den dritten Abschnitt des Baugebiets "Bihlafinger Weg" angehen und so der anhaltenden Nachfrage nach Bauland nachkommen.

Schon beschlossen sind 46.000 Eurp für einen Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr, die sich mit 5000 Euro aus der Kameradschaftskasse beteiligt. Mit einer Million Euro steigt das Investitionsvolumen gegenüber 2015 um 66 Prozent. Zur Finanzierung sind dank einer Zuführungsrate von 211.000 Euro und der Rücklagenentnahme von 340.000 Euro nur 60.000 Euro Darlehen nötig. Den Schuldenstand bezifferte Maaß mit 398.000 Euro. Die Haushaltsverabschiedung ist am 16. März vorgesehen.

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