Günstiges Brennholz

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Nachdem die Waldarbeiter von Forst BW, wie der Staatsforst des Landes Baden-Württemberg nun heißt, den Winter über das Stamm- und Industrieholz aufgearbeitet und geholt haben, können Bürger das liegen gebliebene Holz als "Flächenlos" oder "Reisteil" ersteigern. "Die Waldarbeiter stecken Parzellen ab und schätzen, wie viele Festmeter Holz noch im Wald liegen", erklärt Hans-Peter Haug, Revierförster von Ringingen, zuständig für 1400 Hektar Wald zwischen Arnegg und Oberdischingen und 14 Mitarbeiter. Pro Festmeter legt der Revierförster zwischen 5 und 10 Euro als Ausgangspreis für die Versteigerung fest. "Dieser hängt auch davon ab, ob der Reisteil mit dem Auto oder nur mit einem Traktor angefahren werden kann." Zudem fließe ein, ob eher dickes oder dünnes Holz liegt. Als Reisteile werden nur Laubholz-Wälder verkauft. "Für Nadelholz gibt es hier keinen Markt", erklärt Haug. Das werde im Sommer eingeschlagen und an Hackschnitzel-Anlagen verkauft.

Bei der Versteigerung in Ringingen wurden 113 Flächenlose zu Preisen zwischen 20 und 410 Euro versteigert. Sie brachten 19 420 Euro in die Kasse des Landes. Die Nachfrage nach Brennholz sei riesig. "Immer mehr Leute stellen sich einen Holzofen ins Wohnzimmer, und so ein Reisteil bietet die Möglichkeit, günstig an Brennholz zu kommen." Allerdings müsse man die Arbeitszeit einrechnen.

Bis zum 1. Mai müssen die Käufer nun das Holz aus ihrer Parzelle geschafft haben. Sie verpflichten sich, nur auf befestigten Wegen zu fahren, für Motorsägen biologisch schnell abbaubare Öle zu verwenden und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Dieses Jahr können die frisch gebackenen Reisteil-Besitzer noch ohne "Motorsägen-Führerschein" im Wald arbeiten. Ab 2013 muss man laut Haug auch für die Bearbeitung von liegendem Holz den Motorsägen-Schein nachweisen.

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