Haushaltsberatung: Gut drei Millionen für Straßen und Radwege

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Viele Investitionen im Straßenbau ergeben sich aus Entscheidungen, die bereits in den vergangenen Jahren gefallen sind. Das sagte Landrat Heiner Scheffold zum Auftakt der Haushaltsberatungen des Alb-Donau-Kreistags am Montag im Ausschuss für Technik und Umwelt. So steht im kommenden Jahr beispielsweise der zweite Abschnitt des Ausbaus der Kreisstraße 7383 zwischen Weidach und Herrlingen an. Der erste soll Mitte Dezember abgeschlossen sein (wir berichteten). 1,2 Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt, 175.000 Euro stehen als zweite Rate im Haushaltsentwurf 2017.

Größter Brocken bei den Straßen ist eine Verpflichtungsermächtigung über 2,8 Millionen Euro für den „einfachen Ausbau“ der K 7406 zwischen Asch und Bermaringen. Wie André Rahn vom Fachdienst Straßen sagte, muss dort unter anderem die Böschung abgesichert werden. „Da rollt schweres Gerät an.“ Weitere Vorhaben sind der Ausbau der Ortsdurchfahrt Schmiechen, die im nächsten Jahr gebaut wird mit 450.000 Euro, der zweite Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt in Westerheim mit 110.000 Euro sowie die zweite Rate (190.000 Euro) für die „Fledermaus“-Brücke in Sondernach, die insgesamt 390.000 Euro kosten wird.

Insgesamt mehr als drei Millionen Euro investiert der Alb-Donau-Kreis im kommenden Jahr in Straßen und in neue Radwege. Unter anderem wird ein Radweg von Hüttisheim nach Ammerstetten gebaut. Solche sind zudem geplant zwischen Bermaringen und Temmenhausen, zwischen Achstetten und Ersingen sowie zwischen Illerrieden und Beuren. Tobias Wanner, Leiter des Fachdienstes Straßen, machte dabei auf ein Problem aufmerksam: „Der Grunderwerb für Radwege gestaltet sich immer schwieriger.“ Die Eigentümer seien häufig nicht mehr bereit, „einige hundert Quadratmeter“ für einen solchen Weg herzugeben. Zwischen Griesingen und Altbierlingen musste der Radweg laut Wanner inzwischen „ad acta“ gelegt werden, weil das Landratsamt die nötige Fläche nicht kaufen kann. Ähnliche Probleme gebe es in Temmenhausen. Gründe sind laut Wanner zum einen, dass der Flächenbedarf für neue Gewerbe- und Baugebiete sowie für Großprojekte wie die ICE-Trasse den Landwirten zunehmend ihre Bewirtschaftungsflächen nehmen. Zum anderen seien immer weniger Grundstückseigentümer bereit, „etwas für die Allgemeinheit zu tun“.

Christian Wittlinger (CDU) wollte den Stand der Dinge wissen bei der geplanten Albrecht-Berblinger-Straße vom Dornstadter Gewerbegebiet „Himmelweiler“ Richtung Beimerstetten. „Die Planfeststellung ist beantragt, die letzten Grundstücke werden gerade erworben“, infomierte Wanner. Er geht davon aus, dass die Baugenehmigung 2017 kommt, 2018 dann mit den Arbeiten begonnen wird. „Alles nach Plan.“ Nach Plan erfolgte auch die Abstimmung über die Budgets, für die der Ausschuss für Umwelt und Technik zuständig ist: Dessen Mitglieder empfehlen dem Kreistag einstimmig, diese so zu beschließen.

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