Gemeinde Merklingen umzäunt Sammelplatz für Grüngut-Entsorgung

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Die Fehlwürfe beim Grünschnitt an der Merklinger Sammelstelle sind groß, obwohl die Schilder deutlich sind.  Foto: 

Die Gemeinde Merklingen arbeitet an einem neuen Grüngutkonzept. Der Grund dafür: Der Sammelplatz im Gewann Schillinghäule an der Scharenstetter Straße ist in seiner derzeitigen Form nicht mehr zulässig. Das hat das Landratsamt vergangenes Jahr bei einer Überprüfung festgestellt: Der Untergrund ist unbefestigt und es gibt keine Sickergrube. Außerdem fehlt ein Zaun, so dass „verbotene Ablagerungen“ möglich sind.

Das Landratsamt gab der Verwaltung folgende Empfehlungen an die Hand: Holziges und saftiges Material solle man in Zukunft getrennt lagern. Letzteres dürfe nur noch in Containern gesammelt werden, da der besagte Sickerwasserablauf fehlt.

Trotz einer eindeutigen Beschilderung verzeichnete das Rathaus auch in den vergangenen Monaten „eine hohe Fehlwurfquote“, wie Merklingens Bürgermeister Sven Kneipp berichtete. Immer wieder seien Rasenschnitt und „sonstige saftige Grünabfälle“ verbotenerweise im Bereich der holzigen Grünabfälle gelandet. Ebenso fanden Mitarbeiter des Bauhofes hölzernen Sperrmüll auf dem Gelände, der dort absolut nichts zu suchen hat. „Ganz so optimal läuft es bei uns nicht“, stellte Kneipp zusammenfassend fest.

Deshalb haben sich die Verwaltung und der Bauausschuss der Gemeinde Gedanken über die künftige Grüngutentsorgung gemacht. Vergangenen Dienstagabend präsentierte die Verwaltung ihre Vorschläge, die der Gemeinderat nach kurzer Diskussion einstimmig beschloss.

Bis nächsten Herbst wird das Gelände teilweise umzäunt und der Eingang mit einem verschließbaren Tor gesichert. Außerdem werden in den Boden eingelassene Container aufgestellt, in die in Zukunft die „saftigen Grüngutabfälle“  kommen. Die Kosten für den Abtransport übernimmt dann ein Entsorgungsunternehmen. Kneipp rechnet mit Kosten in Höhe zwischen 10.000 und 15.000 Euro pro Jahr. Holzige Grüngutabfälle können wie bisher auf dem dafür ausgewiesen Platz abgeladen werden.

Mitarbeiter beaufsichtigt Platz

Damit es keine „Fehlwürfe“ mehr gibt, wacht ein Mitarbeiter der Gemeinde über die Anlieferungen, die dann auch nicht mehr rund um die Uhr möglich sind. Die Grüngutannahmestelle öffnet nur noch an zwei Tagen: mittwochs von 17 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr. In den Wintermonaten ist das Tor nur samstags geöffnet. Und noch etwas ändert sich: Die Merklinger erhalten mit dem nächsten Abfallgebührenbescheid einen Ausweis. So soll vermeiden werden, dass Ortsfremde ihre Gartenabfälle weiterhin dort abladen können.

Kneipp hofft, mit diesen Änderungen eine  „wirtschaftliche und bürgerfreundliche Lösung“ gefunden zu haben. Sollte sich in der Praxis herausstellen, dass es nicht so optimal funktioniert, könne man jederzeit nachsteuern. Damit meinte er den Vorschlag von Günter Frohring, der eine Betonplatte anregte, auf der der Grünschnitt von Anhängern herunter abgeladen werden könnte.

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