Grüne Politiker informieren über Mobilität in Flächengemeinden

Bürgerbusse könnten Erbach und die Teilorte besser verbinden. Fahrzeuge werden vom Land kräftig bezuschusst, war auf einer Veranstaltung der Grünen zu hören. In Baden-Württemberg gibt es viele Vorbilder.

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Der Grünen-Landtagsabgeordnete Jürgen Filius (links) und sein Fraktionskollege Daniel Renkonen informierten über neue Verkehrskonzepte.  Foto: 
Donaurieden und Ersingen sind über die von Ehingen herkommenden Buslinien gut angebunden. Auch für Dellmensingen sieht es zumindest in den Hauptzeiten „nicht ganz schlecht aus“. Die restlichen Erbacher Teilorte, Bach und Ringingen, jedoch „sind einfach abgehängt“, klagte Stadtrat Tobias Schwetlik bei einer Veranstaltung der Grünen im Silchersaal. Als Referenten waren der Landtagsabgeordnete Jürgen Filius sowie sein Fraktionskollege und Mitglied im Verkehrsausschuss Daniel Renkonen gekommen. 20 Besucherwollten erfahren, welche Verkehrskonzepte sie für Erbach zu bieten haben.

Bürgerbusse seien für eine Flächengemeinde ein probates Mittel, um Teilorte besser zu verknüpfen, sagte Renkonen. Angeschafft über einen Verein, gelenkt von Bürgern könnten sie auf Eigeninitiative von Nutzern oder der Kommune angeschafft werden. Besonders vorteilhaft: Eine solche Linie könne ohne Rücksicht auf bestehende Konzessionen ergänzend eingesetzt werden. Jedes Fahrzeug bezuschusse das Land mit 22 500 Euro, die Kosten für den Beförderungsschein der Fahrer werden ganz übernommen. 40 solcher Linien gebe es bereits im Land.

Darüber hinaus hatten die beiden Politiker vor allem Visionen anzubieten, zum Beispiel einen „Baden-Württemberg-Tarif“. Wer per Bus und Bahn reisen will, soll bei der Abfahrt ein einziges Ticket lösen können, das für alle Tarifverbünde gilt. Derzeit müssten mehr als 20 Verbundpartner beachtet werden. Renkonen schätzt, dass 2020 alle unter einen Hut gebracht sind. Die Vorbereitungen liefen bereits. Eine weitere Möglichkeit sind Schnellbusse. Sie sollen mit möglichst wenigen Stopps zwischen wichtigen Arbeitszentren verkehren. „Denn keiner setzt sich 50 Minuten in einen Bus, um zur Arbeit zu kommen“, sagte Renkonen. Eine Linie soll zwischen Ehingen und Laupheim fahren. Die Kosten übernimmt das Land zu 50 Prozent. Weitere Themen waren selbstfahrende Systeme, die schon beschlossene Modernisierung der Bahn im Land und das S-Bahn-Netz in der Region.

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