Gewerkschaft: Stunden-Heft führen

Wer für den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, soll seine Arbeitszeiten aufschreiben, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Jede Überstunde muss notiert werden.

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Wer für den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, soll seine Arbeitszeiten aufschreiben, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). "Jede Überstunde muss notiert werden. Nur so gehen Beschäftigte auf Nummer sicher, dass sie den Lohn von 8,50 Euro pro Stunde auch tatsächlich bezahlt bekommen", sagt Tim Lubecki, der Geschäftsführer der NGG-Region Schwaben. Er verweist auf die "Versuchung der Arbeitgeber, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür zu umgehen - durch unbezahlte Mehrarbeit, die nicht notiert wird". Ein simples Stunden-Heftchen, in dem Beschäftigte jeden Tag ihre geleisteten Arbeitszeiten aufschreiben, reiche völlig aus. "Mit so einer Stechuhr aus Papier kann man dem Chef jede Stunde schwarz auf weiß glaubwürdig nachweisen", sagt Lubecki. Auch die rund 16 950 Mini-Jobber im Kreis Neu-Ulm sollten dies tun. Bei ihnen sei der Arbeitgeber zwar zur Dokumentation der Arbeitszeit verpflichtet. "Eine Parallel-Kontrolle schadet allerdings auch nicht." Das Jammern über die Dokumentationspflicht im Arbeitgeber-Lager sei "zwar ausgesprochen laut, aber völlig grundlos". Im Gastgewerbe sei das Dokumentieren von Arbeitszeiten längst gängige Praxis und auch bereits seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben - schon damit Überstunden oder Nachtzuschläge ordentlich bezahlt werden.

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