Gewerbegebiet Blaubeuren-Seißen erschlossen

Für 2,8 Millionen Euro haben die Stadt Blaubeuren, Kreis und Bund das Gewerbegebiet bei Seißen erschlossen. Straßen wurden ausgebaut für höheres Verkehrsaufkommen. Die Firma Falch plant erste Bauten.

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Die Eröffnung der neu gestalteten Kreisstraße zwischen Seißen und Wennenden lockte trotz Regens nicht nur Vertreter der Politik an: Umringt von Bürgern, durchschneiden Landrat, Bürgermeister und Ortsvorsteherin ein Band.  Foto: 

Die Kreisstraße und die Bundesstraße bei den Blaubeurer Teilorten Seißen und Wennenden sind jetzt für mehr Verkehr gerüstet. Gestern sind die Straßen nach monatelangen Bauarbeiten offiziell freigegeben worden. Der Kreis habe „extrem flexibel“ reagiert, habe sich nicht von früheren starren Planungen fesseln lassen, sondern für einen „sicheren und reibungslosen Verkehr“ gesorgt, sagte Landrat Heinz Seiffert. Davon profitierten Seißen, Wennenden und insgesamt die Wirtschaft im Kreis. Der Alb-Donau-Kreis und der Bund hatten knapp eine Million Euro für den Ausbau beider Straßen auf einer Länge von rund 2,4 Kilometern bereit gestellt.

Die Stadt Blaubeuren hat mit 1,8 Millionen Euro den Löwenanteil der Baukosten getragen – die knapp eine Million Euro teure Erschließung des insgesamt 24 Hektar großen Gewerbegebiets musste sie bezahlen. „Trotz widriger Umstände wie etwa dem langen Winter sind Zeit- und Kostenrahmen eingehalten worden. Eine gelungene Maßnahme“, bilanzierte Bürgermeister Jörg Seibold zufrieden. Die Ergebnisse seien nun mehr Sicherheit für den zunehmenden Verkehr sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Blaubeuren. Wie nötig der Umbau der unübersichtlichen Kreuzung an der 28 bei Wennenden gewesen sei, habe ein Busunfall Anfang des Jahres gezeigt, sagte Seibold weiter.

Ein wichtiger Grund für den Ausbau des Seißener Gewerbegebiets bis zur Kreisstraße war die Neuansiedlung der Firma Falch aus Merklingen. Das Unternehmen plant, im kommenden Jahr auf seiner neuen Fläche eine private Erschließungsstraße und dann ein erstes großes Gebäude zu bauen, in dem der Bereich Forschung und Entwicklung untergebracht werden soll, sagte der kaufmännische Leiter Ewald Schroff.

Die Seißener Ortsvorsteherin Barbara Rüd wollte auch die problematischen Seiten der Bauarbeiten nicht unerwähnt lassen. Viel Geduld sei wegen der Baustelle und der Umleitung von den Anwohnern gefordert gewesen. Die Landwirtschaft habe viel wertvollen Boden verloren. Aber für Gemeinden sei Gewerbe vor Ort eben wichtig.

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