Gewerbe präsentiert sich bei den Langenauer Messetagen

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Für die einen gemütlich, für die anderen geschäftig ging es zu bei den Langenauer Messetagen – wie hier am Sonntag auf der „Piazza“ zwischen Stadthalle und Sonnenhof.  Foto: 

Besser zu gut als zu schlecht“, sagte der Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV), Walter Gerstlauer, angesichts der sommerlichen Temperaturen bei den Langenauer Messetagen (Lameta). Die erlebten nach etwas verhaltenem Auftakt am Samstag einen – angesichts der Hitze – mehr als ordentlichen Zuspruch am Sonntag. So waren die beteiligten Firmen sehr zufrieden. Als es am Samstagabend etwas kühler wurde, fanden sich bereits überall Gruppen gutgelaunter Messebesucher ein – auf der Flaniermeile Hindenburgstraße/Lange Straße ebenso wie beim Seifensiederhaus, am Werrenplatz oder in der „Eventzone“ zwischen Stadthalle und Sonnenhof.

Der ansonsten eher trostlose Parkplatz verwandelte sich in eine Piazza mit Charme, was viele Besucher entzückte. „Der Platz ist genial. Hier könnte man öfter was machen“, sagte Bruno Stierberger aus Langenau. Damit war er auf einer Linie mit Daniel Salemi, der als „halb-italienischer Bürgermeister“, wie er sich selbst bezeichnete, in seinem Grußwort zur Messe-Eröffnung gefordert hatte: „Wir brauchen Piazza-Feeling“ – Orte in der Stadt, an denen die Menschen gerne und nach Lust und Laune verweilen.

Kuratorium bilden

Der Gemeinderat habe sich bereits mit den Themen „Aufenthaltsqualität und Stadtmarketing“ beschäftigt. Da gebe es einige Punkte, an denen man in den nächsten Jahren ansetzen könne, so der Rathaus-Chef. GHV-Vorsitzender Gerstlauer hatte zuvor angeregt, ein „Kuratorium“ aus Verwaltung, Gemeinderat, Handel, Gewerbe und Bürgerschaft zu bilden. Das solle herausarbeiten, was die Stadt zu etwas Besonderem macht und wie die Marke Langenau positiv zu besetzen sei.

Lobende Worte für die Region, die Stadt und die Messetage fanden die Bundes- und Landtagsabgeordneten in ihren Grußworten. Sie unterstrichen die Lebensqualität in Langenau, die sich laut Hilde Mattheis (SPD) unter anderem an der Kinderbetreuung, Bildungs- und Schulsituation, aber auch an Arbeits-, Ausbildungs- und Bauplätzen festmachen lasse. Dass heute kaum noch jemand an die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise denke, sei mit das Verdienst von Handel und Gewerbe vor Ort, sagte Ronja Kemmer (CDU).

Lebensqualität zahlt sich aus

Zur Lebensqualität in Langenau zählte Jürgen Filius (Grüne) auch das kulturelle und sportliche Angebot sowie das Gemeinschaftsgefühl, wie es bei der Lameta zum Ausdruck komme. Sie verbinde „zwei für die Schwaben wesentliche Dinge – die Arbeit und das Vergnügen“, so Manuel Hagel (CDU). Dazu hatten sich die  rund 100 beteiligten Firmen und Organisationen altbewährte und neue Aktionen einfallen lassen. So gab es an zahlreichen Glücksrädern etwas zu gewinnen, Countrymusik bei der Metzgerei Raff, Blasmusik an der Achstraße und italienische Schlager auf der „Piazza“.

Mit der Hubbühne der Zimmerei Dürr ging’s hoch hinauf. „Ich wollte schon immer mal meine Schule von oben sehen“, sagte Realschülerin Maike aus Neenstetten. Beliebt war auch der Stand der Landeswasserversorgung. Dabei erübrigte sich bisweilen die Frage,  ob das Wasser im Glas „still oder mit Sprudel“ gewünscht werde. „Hauptsach’ nass“, erklärte eine erschöpfte Messebesucherin.

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