Gemeinschaftsunterkunft in Lonsee wird belegt

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Am Donnerstag ziehen 13 Männer mit Flüchtlingsstatus in die Gemeinschaftsunterkunft in Lonsee, die der Landkreis seit August angemietet hat. „Es handelt sich dabei um Personen aus der Türkei“, jeder der Männer habe einen türkischen Pass, sagte Bernd Weltin, Sprecher im Landratsamt Alb-Donau. Über die Hintergründe, weshalb die Männer Asyl in Deutschland beantragt haben, ist im Landratsamt nichts bekannt, die Männer kämen alle direkt aus Landeserstaufnahmestellen, sagte Weltin.

Die Gemeinschaftsunterkunft in Lonsee war im August nach etwa einem halben Jahr Bauzeit fertiggestellt worden und bietet mit mehreren Wohnungen insgesamt Platz für bis zu 58 Menschen. Eine Belegung im Spätsommer erfolgte nicht, weil der Landkreis keinen Bedarf hatte und den Mietvertrag mit dem Bauherren auflösen wollte. Gebaut hat die Unterkunft der Lonseer Unternehmer Thomas Thierer.

Zu einer Auflösung des Mietvertrags kam es nun nicht, stattdessen hat der Zimmerermeister das Haus im Herrengarten an einen Investor aus Ulm verkauft. Einen Namen wollte er nicht nennen, auch keine Zahlen zum Verkaufspreis. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Thierer auf Anfrage. Er selbst hatte eine Million Euro in den Bau investiert. Das Mietverhältnis mit dem Landratsamt blieb vom Verkauf unberührt, wie auch Bernd Weltin bestätigt.

Die Gemeindeverwaltung und die Nachbarn sind über die Belegung informiert. Der Gemeinderat hat darüber hinaus im Herbst nichtöffentlich beraten, ob Lonsee die Unterkunft kaufen soll. Eine entsprechende Klausel war mit Thierer vereinbart worden, als die Gemeinde das Grundstück an ihn verkauft hat. „Die Gemeinde wird das nicht kaufen“, sagte Bürgermeister Jochen Ogger vergangene Woche auf Nachfrage. Ursprünglich hatte die Gemeinde erwogen, die Räume später einmal für sozialen Wohnraum zu nutzen.

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