Gemeinschaftsschule wird ausgebaut

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Laichingen pumpt weitere 520.000 Euro in die Gemeinschaftsschule. Damit werden zwei zusätzliche Pavillons angeschafft, um im nächsten Schuljahr genügend Klassenräume zu haben. Die Pavillons werden auf die vorhandenen aufgesetzt. Noch mehr Geld frisst der Umbau von Klassenzimmer in Fach- und Vorbereitungsräume für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Neue Trennwände werden eingesetzt, neues Mobiliar und die Lehrmittel angeschafft.

Der Bestand sei „vorsintflutlich“ und entspreche längst nicht dem nötigen Standard, beschrieb Schulleiterin Anne Dorothee Schmid die Situation. Bislang waren die drei naturwissenschaftlichen Fächer im Verbund unterrichtet worden, doch der neue Bildungsplan sieht eine Trennung der Fächer ab der siebten Klasse vor. Die ersten Siebtklässler der Gemeinschaftsschule werden im Schuljahr 2017/18 in dieser Form unterrichtet. Bis dahin müssen die neuen Fachräume fertig sein.

Um das zu schaffen, wird spätestens in den Pfingstferien, vielleicht sogar schon während der Osterferien 2017 mit den Bauarbeiten begonnen. Die Stadt will die Ausschreibungen für die Bauleistungen Anfang nächsten Jahres vornehmen und benötigte deshalb noch in diesem Monat den Beschluss des Gemeinderats – bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung gelang das auch.

Ulrich Rößler (BWV) äußerte allerdings seinen Unmut darüber, dass das Ratsgremium so kurzfristig mit den Tatsachen konfrontiert wurde: „Warum stürzt das alles aus heiterem Himmel auf uns herab?“ Sein Vorwurf: Wenigstens in der Finanzplanung im April  hätten sich die Zahlen finden müssen. Die Rechtfertigung von Bürgermeister Klaus Kaufmann: Der Vorgänger von Anne Dorothee Schmid habe die Räte mit einem Brief auf diese Maßnahme hingewiesen: „Nur Zahlen standen nicht dabei.“ Wohl war bekannt, dass der Fächerverbund in den Gemeinschaftsschulen getrennt werde, nicht jedoch der Zeitpunkt. Konkrete Aussagen, wann die Vorgabe an den Schulen umzusetzen sei, habe die Verwaltung trotz mehrmaliger Nachfragen beim Kultusministerium nicht erhalten. Kaufmann machte den Wechsel in der Landesregierung  für die zögerliche Haltung im Ministerium verantwortlich. Und schließlich sei der Bildungsplan erst seit drei Monaten gültig.

Den hohen Geldsummen für die Gemeinschaftsschule stimmte der  Gemeinderat nur zähneknirschend zu. Förderung ist nicht zu erwarten. Insbesondere waren die Räte sehr verärgert, dass die Umlandgemeinden die Baumaßnahmen nicht mitfinanzieren. „Wir sind wieder allein die Zahler, bieten ein Schulzentrum an für  Gemeinden, die schuldenfrei sind“,  empörte sich Bernhard Schweizer (LAB).

LAB drängt auf Schulkonzept

Und doch, so beschrieb er das Dilemma des Gremiums, käme man nicht darum herum zu zahlen. Schließlich stehe man zu der 2014 beschlossenen Gemeinschaftsschule. Kurt Wörner (CDU) bekräftigte diese Haltung: „Nur das Beste ist für unsere Schüler das Richtige.“ Bernhard Schweizer machte der Verwaltung jedoch eine klare Ansage: „Ohne ein Schulkonzept, das Laichingen als zentrale Schulstadt der Raumschaft ausweist, wird die LAB keine solch hohen Mittel für Schulen mehr freigeben.“

Schulkonzept Der Bürgermeister soll im Auftrag des Laichinger Gemeinderats mit den Umlandgemeinden, die Schüler in die Laichinger Schulen schicken, über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über deren Mitfinanzierung bei Baumaßnahmen für Schulen verhandeln. Die Gemeinden sollen ein Konzept entwickeln, in dem Laichingen als Schulstadt für die Raumschaft steht. Dabei sollen auch Schulgebäude in Laichingens Teilorten überprüft werden.

Bauliche Lösung Die Umbaumaßnahmen in der Erich-Kästner-Schule sind Teil einer Gesamtplanung, sagte Bauamtsleiter Günter Hascher. 2017 soll die Planung für einen großen Erweiterungsbau beginnen.

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