Gemeinderat: Viertägige Ganztagsschule beantragt

Der Langenauer Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, für Albecker-Tor- und Ludwig-Uhland-Schule die Einführung der viertägigen Ganztagsschule zu beantragen. Vorteil: mehr Lehrer-Betreuungsstunden.

|

"Wichtig ist der Mehrwert, der für Kinder und Eltern bei der viertägigen Ganztagsschule herauskommt. Der Mehrwert, das wären die zusätzlichen Lehrerstunden für die Nachmittagsbetreuung, wenn der Antrag bewilligt wird." Das sagte Margareta Gobert, Leiterin der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) in Langenau, nachdem der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitag einstimmig beschlossen hat, für die LUS-Schüler und die Grundschüler der Albecker-Tor-Schule (ATS) die Einrichtung einer viertägigen Ganztagsschule zu beantragen.

Das bisherige Betreuungsangebot für die Grundschüler der beiden Schulen beinhaltet eine Kernzeitbetreuung montags bis donnerstags jeweils 7 bis 13 Uhr und eine Nachmittagsbetreuung von 13 bis 16 Uhr. Diese Zusatzbetreuung wird in Langenau von so genannten Jugendbegleitern geleistet. Die baden-württembergische Landesregierung will nun im Juli ein neues Ganztagsschulgesetz beschließen (wir berichteten), das ab kommendem Schuljahr gelten soll. Tritt dieses in Kraft, könnten Schulen zusätzliche Lehrerstunden bewilligt bekommen, die für die Nachmittags-Betreuung verwendet werden würden. Das Jugendbegleiter-Programm könnte trotzdem fortbestehen.

An den beiden Langenauer Schulen sind zunächst die Eltern befragt worden, um herauszufinden, welcher Bedarf grundsätzlich besteht. An der ATS sind 36 Kinder für die Ganztagsbetreuung an vier Tagen angemeldet worden und zwei Kinder für drei Tage. An der LUS wünschen sich die Eltern von 49 Kinder Ganztagsbetreuung an vier Tagen und die Eltern von 31 Kindern an drei Tagen. Genügend Nachfrage ist also vorhanden. Und Bürgermeister Wolfgang Mangold rechnet sogar damit, "dass die Nachfrage noch stärker wird".

Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Modell der viertägigen Ganztagsschule zu, das die Stadt nun beim Staatlichen Schulamt in Biberach beantragen wird. Um eine einheitliche Betreuung zu gewährleisten, soll die Betreuung an beiden Schulen angeboten werden. Die Schulkonferenzen von ATS und LUS haben dem Modell bereits zugestimmt (siehe auch Info-Box).

Voraussetzung für eine Bewilligung durch die Schulbehörden ist, dass mindestens 25 Schüler für einen drei- oder viertägigen Ganztagsbetrieb angemeldet sind. Ab 29 Schülern könnte eine zweite Gruppe, ab 54 Schülern eine dritte Gruppe gebildet werden. Die Gruppen können klassen- oder jahrgangs-übergreifend zusammengefasst und zusätzlich mit Schülern erweitert werden, die an weniger als vier Tagen pro Woche die Ganztagsbetreuung besuchen möchten.

Bei einer Bewilligung durch das Staatliche Schulamt würden je Betreuungsgruppe zwölf zusätzliche Lehrerstunden wöchentlich zur Verfügung stehen - ein echter Mehrwert für die Schüler.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen