Gardetänzer geben ihr Debüt in Dornstadt

Beim Joe-Malischewski-Gedächtnisturnier der Karnevalgesellschaft Lachatrapper haben über 350 Tänzer ihr Können gezeigt. Etliche gaben ihr Debüt.

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Marschieren, Kreuz-Schritte, Schiebe- und Polkaschritte, Ferse-Spitze-Schritte, Winkelschritte, Drehungen, Pirouetten, Sprünge jeder Art, Spagate, Akrobatik: Wer im Gardetanzsport erfolgreich sein will, muss einige Schritte und Figuren perfekt beherrschen. "Gardetanz ist Hochleistungssport", sagte Sportabteilungsleiterin Uta Manfras von der Karnevalgesellschaft Lachatrapper beim Joe-Malischewski-Gedächtnisturnier am Sonntag in Dornstadt. Was auf der Bühne spielerisch leicht wirkt, ist hartes Training: Viele Tanzmariechen, Garden und Tanzpaare übten zwei bis vier Mal pro Woche bis zu zwei Stunden. Was sich widerspiegelt am hohen Niveau auf offiziellen Turnieren im karnevalistischen Tanzsport, wie sie der Bund Deutscher Karneval (BDK) ausrichtet. Neueinsteiger und junge Garden haben es deshalb oft schwer, Fuß zu fassen, sagte Lachatrapper-Vizepräsidentin Marion Dobler.

Hier setzt das Gedächtnisturnier an, das der Verein seit 2007 in Erinnerung an den verstorbenen Wegbereiter des Gardetanzsports in Deutschland veranstaltet. Über 350 Tänzerinnen und Tänzer aus Süddeutschland schnupperten während der neunten Auflage am Sonntag- zum Teil erstmals - Turnierluft. "Es ist ganz bewusst eine Plattform für Vereine, die noch nicht an den großen Gardetanzsport-Turnieren teilnehmen oder dort noch keine Erfolge erzielen können", sagte Dobler. Es richte sich an junge Menschen, die "vielleicht auf ein Turnier gehen und sich vorher ausprobieren wollen". Die Darbietungen in den Kategorien Tanzmariechen, Tanzgarden, Tanzpaare und Schautanz werden von einer fachkundigen Jury aus erfahrenen Trainern und ehemals Aktiven nach BDK-Kriterien bewertet.

Bis zu 500 Punkte sind zu erreichen. Das Ergebnis wird mit einer Zahl multipliziert, die geheim ist; das verhindert eine Vergleichbarkeit der Wertungen im Freundschaftsturnier mit jenen offizieller Wettbewerbe. Dobler: "Wir wollen verhindern, dass unsere Starter enttäuscht werden, wenn ihre Punktzahlen auf einem BDK-Turnier hinter den Ergebnissen heute zurückbleiben." Trotzdem ermögliche das Turnier durch die Rangfolge eine realistische Einschätzung des Leistungsstands. Rund 250 Betreuer kümmerten sich um die teils nervösen Starter, etliche Vereine waren zum Daumendrücken angereist.

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