Ganztagsangebot wird gut angenommen

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Die Einführung der Ganztagsgrundschule war in Erbach von Misstrauen begleitet worden. Eltern befürchteten, die Halbtagsgrundschule müsse sich der Ganztagsschule unterordnen, Familienmodelle würden in Frage gestellt. Stadtrat Elmar Röhr (SPD) sprach am Montag im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats von „Weltuntergangsstimmung auf Gemeindeebene“. Diese Befürchtungen hätten sich nicht bewahrheitet, sagte Röhr, nachdem Nicole Vorraber von der Stadtverwaltung und die stellvertretende Schulleiterin Gabi Soldner von den bisherigen Erfahrungen mit dem Ganztagsangebot der Grundschule berichtet hatten.

Zu Beginn des Schuljahres waren 68 Ganztagsgrundschüler angemeldet worden, nach dem ersten Halbjahr folgten weitere zwölf. Damit nehmen etwa 30 Prozent der Erbacher Grundschüler das Angebot wahr. Die Eltern seien „größtenteils zufrieden“, sagte Nicole Vorraber. Zugegebenermaßen habe in den Weihnachtsferien „nachjustiert“ werden müssen, ergänzte Gabi Soldner. Die Kooperationen, etwa mit dem Sportverein und dem Akkordeon-Spielring, funktionierten gut. Pflichtstunden seien in beiden Modellen gleich, die Ganztagsschüler würden bei Unterrichtsausfall nicht bevorzugt versorgt, betonte die Konrektorin. Die Betreuung über den Unterricht hinaus sei nicht einfach zu organisieren, Grund sei die Lehrerversorgung die landauf landab unter 100 Prozent liege. „Aber bisher haben wir es immer geschafft.“ Förderunterricht, wie von Eltern gewünscht, sei jedoch nicht leistbar. Mehr Räume und Spielmöglichkeiten würden dem Modell guttun. Eine Kletterwand oder der mit Containern – derzeit von der Kernzeitbetreuung genutzt – belegte Hartplatz wären wünschenswert, sagte Gabi Soldner. Die Folge eines vollständigen Schultags sei ein verstärkter Bewegungsdrang der Kinder. Die Stadträte zeigten sich zufrieden mit der bisherigen Entwicklung der Ganztagsgrundschule. Trotzdem solle weiter an Verbesserungen gearbeitet werden, sagt Sabine Killmann (CDU).

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