Funkloch vor Straßenloch

Norbert Bartle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium sprach beim Jahresempfang der Jungen Union des Bezirks Württemberg-Hohenzollern in Laichingen über Infrastruktur und den Bahnhalt Merklingen.

|
JU-Jahresempfang mit Staatssekretär Norbert Bartle.  Foto: 

Letzten Endes war der Bahnhalt in Merklingen beim Jahresempfang der Jungen Union (JU) in Laichingen eines von vielen Themen, die in der Bezirks-JU anstehen und die für deren Mitglieder von Interesse sind. Dennoch klang die hohe Bedeutsamkeit des Bahnhalts für die Laichinger Region deutlich hervor. Etwa, als Manuel Hagel, stellvertretender Landesvorsitzender der Landes JU und zugleich Moderator des Abends, Laichingen als Veranstaltungsort dieses Jahresempfangs der Bezirk-JU hervorhob: "Laichingen wurde nicht zufällig gewählt, sondern hier steht ein Bahnhalt in Merklingen als wichtige Zukunftsfrage an."

Damit griff er auf, was zuvor kurz vom stellvertretenden Bürgermeister und Vorsitzenden des Stadtverbandes der CDU, Kurt Woerner, von der Bundestagsabgeordneten Ronja Schmitt sowie von Kreisvorstand Wolfgang Schmauder angesprochen worden ist. Alle betonten ebenfalls die Signifikanz des Halts für die Raumschaft. Woerner setzte in seinem Grußwort beim Bahnhalt auf die Unterstützung der anwesenden Bundespolitiker, neben Ronja Schmitt waren das der Abgeordnete Heinz Wiese und der erst kürzlich zum Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums ernannte Norbert Bartle. Der Staatssekretär, obwohl zuständig für den Straßen-, und nicht den Schienenverkehr, hatte dazu tatsächlich einiges zu sagen. Etwa indem er versicherte, es stünden für dieses Jahr noch einige Maßnahmen zur Freigabe durch das Bundesministerium an. Doch bevor der Haushalt, sprich die Finanzierung, nicht abgeschlossen sei, wolle er sich nicht detailliert äußern. Bartle sprach über ein neues Prioritätenkonzept im Bundesverkehrsprogramm. Dem Bund gehe es primär nicht nur um die Beseitigung von Engpässen im Verkehr, sondern auch um den Nutzen der anwohnenden Bevölkerung.

Klar positionierte sich Bartle zum flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung, ein Herzensthema der JU, wie Hagel ebenfalls deutlich machte: "Straßenlöcher sind wichtige Themen, aber Funklöcher viel wichtigere." Hier verstehe sich die JU als Antreiber, der immer wieder auf diese "essentielle Zukunftsherausforderung" hinweisen könne. Der Breitbandausbau, und zwar mit Glasfasernetzen, müsse intensiv angepackt werden sagte Bartle. Er betonte, dass ein Zusammenschluss mit Ländern, Landkreisen und Kommunen erforderlich sei.

Auf die von Landrat Heinz Seiffert geäußerte Sorge, der ländliche Raum könnte außen vor bleiben, weil der Netzausbau für die Betreiber in den zahlreichen "kleinen Weilern und Dörfern kein lohnendes Geschäft" sei, erklärte Bartle: "Breitband ist das Megathema bei uns im Haus und unser erstes Ziel ist der flächendeckende Ausbau - wohlgemerkt: mit Ländern, Kreisen und Kommunen im Boot." Auf die Telekom als möglichen Monopolisten müsse man aufpassen.

Die Förderung alternativer Antriebskonzepte verfolge das Ministerium ebenfalls. "Es wird viel Bewegung in die E-Mobilität kommen." Klar sei allerdings, dass nicht Kaufanreize dazu beitragen sollen. Sondern etwa der Ausbau von E-Ladestellen. "400 E-Tankstellen sind vorgesehen."

Die anschließende Diskussion mit Bartle offenbarte, dass seine Themen auch die der JU sind. Für die anwesenden Kommunalpolitiker lieferte der Abend einige für Laichingen spannende Anhaltspunkte.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Drama von Eislingen: Opfern die Kehle durchgeschnitten

Drei Tote in Eislinger Tiefgarage: Der mutmaßliche Täter hat seiner Noch-Ehefrau und deren Freund mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten und sich offenbar durch einen Kopfschuss selbst getötet. weiter lesen