Funkenfeuer leuchtet 30. Mal

Am Samstagabend jährte sich zum 30. Mal der Brauch des Regglisweiler Funkenfeuers. Wie in den Vorjahren hatte der Feuerwehrnachwuchs das Feuer entzündet, das bis weit übers Illertal zu sehen war.

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Rund 200 Besucher wollten sich das 30. Regglisweiler Funkenfeuer nicht entgehen lassen. Foto: Dieter Gräter

Obwohl es so genannte Scheibenfeuer schon in früheren Jahren im Dorf gab, werden erst wieder seit 30 Jahren Funkenfeuer in Regglisweiler entzündet. Die Idee, alte Bräuche wieder aufleben zu lassen, hatte der Heimatverein, dessen damalige Vorsitzende Elisabeth Greck nacheinander für die Wiedereinführung einer Maibaumfeier, des Funkenfeuers und eines Martinsumzuges als feste Bestandteile des jährlichen Veranstaltungskalenders plädierte.

Max Lohner, damals Kommandant der freiwilligen Feuerwehr war sofort bereit, der Jugendfeuerwehr diese Aufgabe zu übertragen, zumal damit garantiert war, dass "Profis" mit einem so großen Feuerhaufen auch vorschriftsmäßig umgehen können. Von Jahr zu Jahr ist der Umfang des Funkenfeuers und das dazugehörende Rahmenprogramm größer geworden. Beim Entzünden am Samstagabend säumten rund 200 Besucher das Geschehen rund um den brennenden Holzhaufen, den die Mädels und Jungs auf eine Höhe von gut sechs Metern aufgeschichtet hatten. Mitten drin steckte die traditionelle "Feuerhex", die am oberen Ende einer Holzstange angebracht war und - als sie voll in Flammen stand - umfiel.

Heiko Schlegel, verantwortlich für den Regglisweiler Nachwuchs und Jugendwart der Gesamtfeuerwehr, erklärte, man habe im ganzen Dorf die Christbäume eingesammelt und in einer landwirtschaftlichen Scheine zwischengelagert, damit das Holz nicht nass wird. Hinzu kamen Äste und Baumabschnitte, sowie unbehandeltes Holz, das zusammen mit dem Tannenreisig auf dem Platz in der "Holzkrähe" aufgetürmt wurde. Als Basis für das Funkenfeuer diente wie immer jede Menge Stroh, über dem ein Gerüst aus Baumstämmen entstand. Fachkundige Ratschläge bekamen die Jugendlichen von einigen Aktiven der Wehr.

Damit keiner auf die Idee kommen konnte, den Holzhaufen in der Nacht vor dem Abbrennen anzuzünden, wurde in einem stationierten Bauwagen eine "Brandwache" eingerichtet. Damit den vielen Besucher bei dem nächtlichen Spektakel nicht langweilig wurde, hatten die Wehrleute ihre vor Jahren gebaute Verkaufsbude aufgebaut. Die Einnahmen aus dem Verkauf flossen der Jugendkasse zu und werden für die Freizeitgestaltung des Feuerwehrnachwuchses verwendet.

Nicht ganz soviel Glück hatten die Veranstalter mit dem Wetter. Leichter Nieselregen sorgte für reichlich Matsch auf dem Gelände. Eine Tatsache, die den Kindern angesichts der Gummistiefel, die die meisten anhatten, nichts ausmachte. Nachdem gegen 21 Uhr das Feuer abgebrannt war, machten sich die Feuerwehrler auf, den Platz wieder ordentlich aufzuräumen. Wie schon beim Herrichten erwies sich der neue Mannschaftstransportwagen, den die Abteilungsfeuerwehr Regglisweiler erst kürzlich erhalten hatte, als wertvolle Transporthilfe.

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