Fünf Klassen liegen über dem Teiler

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Nicht nur an Grundschulen, auch an einigen weiterführenden Schulen in der Region gibt es wegen des Lehrermangels dieses Jahr übergroße Klassen. Konkret seien es fünf Klassen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis, erklärt Stefan Meißner, Sprecher des Regierungspräsidiums Tübingen, auf Nachfrage: Die Werkrealschule Sägefeld in Ulm-Wiblingen hat eine siebte Klasse mit 32 Schülern, die Albert-Einstein-Realschule in Ulm-Wiblingen hat in der Klassenstufe 10 deshalb 92 Schüler in drei Parallelklassen, an der Werkrealschule im Schulverbund Munderkingen werden in der Klasse 9 32 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, im Schulverbund Blaustein hat die Realschule in Klasse 10 nun 62 Schüler in zwei Klassen und in der Carl-Spohn Realschule in Blaubeuren-Gerhausen werden in der Klassenstufe 9 62 Schüler in zwei Parallelklassen unterrichtet. Im Normalfall werden Klassen bei mehr als 30 Schülern geteilt. Dass einzelne Klassen darüber liegen, sei üblich, sagt Meißner – auch wenn in diesem Schuljahr die Lehrerversorgung etwas schlechter sei, als in den vergangenen Jahren. Das habe verschiedene Ursachen, beispielsweise die Attraktivität einer Stelle, Besoldung, Lebenshaltungskosten und Stadt-Land-Präferenzen.

Christine Sattler, Sprecherin des Kultusministeriums, sagt ebenfalls, es gebe nicht nur „den einen Grund“ für den Lehrermangel, ergänzt jedoch: Das Land habe „versäumt“, auf die hohe Pensionierungsrate von Lehrern aus den geburtenstarken Jahrgängen zu reagieren und die Studienraten anzupassen. Zudem habe die Zuwanderung Schülerzahlen erhöht. Zuwanderung sei auch ein Grund dafür, dass sich der Lehrermarkt bundesweit geändert habe, findet Stefan Meißner: Der Markt sei heute nationaler, andere Bundesländer werben Lehrer ab. Die genannten Schulen hätten jedoch zusätzliche Lehrerstunden aus der fest installierten Krankenvertretung, die in den großen Klassen aushelfen, solange sie keine Vertretung übernehmen müssen.

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