Freude über Gemeinschaftsschule

"Das lange Warten hat ein Ende", sagt Katja Kleiner, Rektorin in Blaustein-Herrlingen. Ihre Schule wird wie drei weitere im Alb-Donau-Kreis zum kommenden Schuljahr 2015/2016 zur Gemeinschaftsschule.

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Freut sich über die positive Nachricht aus Stuttgart: Katja Kleiner, Leiterin der Lindenhofschule Herrlingen.  Foto: 

Zum Schuljahr 2015/2016 starten in Baden-Württemberg 62 neue Gemeinschaftsschulen. Das hat Andreas Stoch (SPD) gestern in Stuttgart bekannt gegeben. "Diese zukunftsweisende Schulart hat sich im Land etabliert", sagte der Kultusminister. Zu den 62 neuen Gemeinschaftsschulen zählen, wie berichtet, vier im Alb-Donau-Kreis: die Erich-Kästner-Schule in Laichingen, die Grund- und Werkrealschule in Munderkingen, die Verbandswerkrealschule "Auf der Reutte" in Langenau und die Lindenhof-Schule in Blaustein-Herrlingen.

Schon im Juni habe es bei einer Besprechung mit dem Staatlichen Schulamt Biberach und dem Regierungspräsidium Tübingen positive Signale gegeben, berichtet Katja Kleiner, Leiterin der Werkrealschule in Blaustein-Herrlingen. Nach langem Warten freue sie sich jetzt über die Nachricht, zum Schuljahr 2015/2016 mit der Gemeinschaftsschule starten zu können. Der von der Stadt Blaustein beantragte Schulverbund zwischen der neuen Gemeinschaftsschule und der Realschule Blaustein wurde allerdings noch nicht genehmigt. "Das haben wir noch nicht schriftlich", sagt Kleiner. Die neuen Möglichkeiten im künftigen Schulverbund waren bereits Thema einer Informationsveranstaltung im November. Laut Kleiner folgt am Donnerstag, 5. März, 17 Uhr, in der Realschule eine Veranstaltung für Schüler und Eltern der vierten Klassen, bei der sich die Gemeinschaftsschule und die Realschule vorstellen werden. Wie berichtet, werden vom Schuljahr 2015/2016 an in Blaustein alle Fünftklässler am Schulzentrum in Ehrenstein eingeschult und dort entweder die Gemeinschaftsschule oder die Realschule besuchen.

Einen Schulverbund zwischen der Werkrealschule, die zur Gemeinschaftsschule wird, und der Realschule hat auch die Stadt Munderkingen beantragt. "Der neue Schulverbund ist für Eltern und Schüler eine gute Sache", sagt Andreas Lachmair, Leiter der Grund- und Werkrealschule Munderkingen. An beiden Schulen könnten Jugendliche entweder den Haupt- oder den Realschulabschluss machen.

Mit ihren pädagogischen Konzepten haben auch die Erich-Kästner-Schule und die Verbandswerkrealschule Langenau beim Ministerium überzeugt. Laut Stoch sind für die Genehmigung einer Gemeinschaftsschule zudem die prognostizierten Schülerzahlen ein Kriterium, die Eingangsstufe muss mindestens 40 Schülerinnen und Schüler zählen. Von ursprünglich 76 Anträgen wurden 8 zurückgezogen, 6 Schulen erfüllten die Voraussetzungen nicht. Insgesamt gibt es mit den jetzt genehmigten 271 öffentliche Gemeinschaftsschulen im Land.

Kultusminister Stoch hatte der Verbandswerkrealschule "Auf der Reutte" in Langenau im Oktober 2014 einen Besuch abgestattet und bereits damals die Genehmigung für die Gemeinschaftsschule in Aussicht gestellt. Die Schule hatte ihm die "Lernbüros" gezeigt, mit denen bereits die Weichen für eine andere Art des Lernens gestellt wurden.

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Kommentare

03.02.2015 10:08 Uhr

Freude über die Gemeinschaftsschule? - Nicht bei jedem!

Über das Konzept Gemeinschaftsschule freut sich nicht jeder. Umso unverschämter, dass die Grünen und SPD ihre Ansichten zementieren wollen, indem sie einen 'Schulfrieden' ausrufen und die nächste (CDU?) Regierung keine Änderungen mehr vornehmen soll. Zum Glück macht das die CDU nicht mit.

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