Freie Fahrt für mehr Verkehr

Für rund 2,7 Millionen Euro haben Stadt, Kreis und Bund das neue Gewerbegebiet Seißen erschlossen. Kreis- und Bundesstraße wurden künftigem Verkehr angepasst. Die Firma Falch plant erste Baumaßnahmen.

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Die neu gebaute Kreisstraße zwischen Seißen und Wennenden lockte gestern trotz des schlechten Wetters nicht nur politische Prominenz an: Landrat Heinz Seiffert, Bürgermeister Jörg Seibold, Ortsvorsteherin Barbara Rüd und Bürger. Foto: Thomas Spanhel

Die Kreis- und Bundesstraße bei Blaubeuren-Seißen und Wennenden ist jetzt für starken Verkehr gerüstet. Gestern wurden die Straßen nach monatelangen Bauarbeiten offiziell freigegeben. Der Kreis habe "extrem flexibel" reagiert, habe sich nicht von früheren starren Planungen fesseln lassen, sondern für einen "sicheren und reibungslosen Verkehr" gesorgt, sagte Landrat Heinz Seiffert. Davon würden Seißen, Wennenden und insgesamt die Wirtschaft im Kreis profitieren. Kreis und Bundesregierung hatten knapp eine Million Euro für den Ausbau des rund 2,4 Kilometer langen Teilstücks der Kreis- und Bundesstraße bei Seißen bereit gestellt.

Die Stadt Blaubeuren hat mit 1,8 Millionen Euro den Löwenanteil der Baukosten getragen - allerdings musste sie die knapp eine Million Euro teure Erschließung des rund 24 Hektar großen Gewerbegebiets auch alleine tragen. "Trotz widriger Umstände wie etwa dem langen Winter sind Zeit- und Kostenrahmen bei den Bauarbeiten eingehalten worden. Eine gelungene Maßnahme", bilanzierte Bürgermeister Jörg Seibold zufrieden. Das Ergebnis sei nun mehr Sicherheit für mehr Verkehr auf der neuen Kreis- und Bundesstraße und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Blaubeuren. Wie nötig der Umbau des unübersichtlichen Kreuzungspunktes an der B 28 sei, habe ein Unfall Anfang des Jahres gezeigt, als ein Bus einen Transporter übersehen hatte.

Ein wichtiger Grund für den Ausbau des Seißener Gewerbegebiets bis zur Kreisstraße war die Neuansiedlung der Firma Falch aus Merklingen. Im kommenden Jahr plant die Firma, auf ihrer neuen Fläche eine private Erschließungsstraße und dann ein erstes großes Gebäude zu bauen, in dem der Bereich Forschung und Entwicklung untergebracht werden sollen, sagte Ewald Schroff, kaufmännischer Leiter der Firma Falch.

Seißens Ortsvorsteherin Barbara Rüd wollte auch die problematischen Seiten der Baumaßnahmen nicht unerwähnt lassen. Viel Geduld sei wegen der Baustelle und der Umleitung von den Anwohnern gefordert gewesen. Die Landwirtschaft habe viel wertvollen Boden verloren. Aber für Gemeinden sei Gewerbe vor Ort eben sehr wichtig.

Umzugspläne der Firma Falch lösen hohe Investitionen aus
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