Frauen unter sich: Erster Spielenachmittag für Senioren in Laichingen

Sieben Frauen haben auf Einladung des Fördervereins Stadtbücherei Laichingen zum Spielemittag mit Brett- und Kartenspielen zwei vergnügte Stunden erlebt. Ein Konzept, das fortgeführt werden soll.

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An vielen Tischen wurde gespielt in der Stadtbücherei.  Foto: 

Ruhiges Geplauder erfüllt am Montagnachmittag die Stadtbücherei. Ab und zu perlt Lachen oder einzelne Stimmen erheben sich aufgeregt: "Was bin ich blöd, das hätte ich nicht tun dürfen." So klingt es, wenn Menschen zusammen Gesellschaftsspiele spielen. Aufregung, Spannung, Heiterkeit und Ruhe liegen da dicht beieinander - und immer wird kommuniziert. Senioren, die gerne mit Freunden zusammen sind, oder solche, die neue Kontakte knüpfen wollen und jene, die einfach gerne Spiele spielen: sie waren von vier Frauen des Fördervereins Stadtbücherei zum Spielenachmittag eingeladen. "Eine Idee, die Gabriele Reulen-Surek schon öfter im Kreis der Förderer äußerte und die nun umgesetzt wurde", erzählt Marlene Häberle. Sie gehört zum Kreis jener aus dem Förderverein, die sich der Sache angenommen haben. Das sind neben Gabriele Reulen-Surek und Marlene Häberle Elisabeth Hettinger und Inge Roth. "Wir haben fürs Erste jeder vom eigenen Spielebestand eine Auswahl mitgebracht, von denen wir denken, dass ältere Menschen sie kennen oder auch im fortgeschrittenen Alter noch erlernen können", sagt Gabriele Reulen-Surek. Außerdem stehe ihnen der reichliche Fundus der Bücherei zur Verfügung.

Zuerst harrten die vier Frauen der Dinge und waren gespannt, ob überhaupt Interesse an ihrem Angebot besteht. Punkt drei Uhr stehen die ersten Seniorinnen schon vor der Bücherei, letztlich sind es sieben Frauen. Darunter zwei Freundinnen, die sich zu diesem Spielenachmittag verabredet haben, zwei aus der Seniorenwohnanlage, die sich gern unter andere Menschen mischen und Elsbeth Wörz kam gar von Merklingen. Derweil Ruth Kletti "für mein Leben gerne" spielt, wollte sich Doris Weßling die Langeweile vertreiben. Es waren also ganz unterschiedliche Gründe, die diese Menschen zu diesem Nachmittag geführt hat. Sie sitzen nun mit der Freundin oder mit unbekannten Spielegegnern am Tisch und verbringen zwei vergnügte Stunden.

Zuvor hatten die Gäste die Qual der Wahl der Spieleauswahl. Derweil zwei den Klassiker "Malefiz" und andere zwei "Halma" wählten, ließen sich drei weitere auf ein ihnen völlig unbekanntes Spiel ein. Und schon stößt das Förderverein-Frauen-Quartett auf eine erste Hürde: Eine der "Halma-Favoritinnen" sieht schlecht. Sie benötigt anstelle der üblichen Brettspielversion eine mit Steckern und großem Spielfeld. Die ist jedoch nicht verfügbar. Da machen die Damen aus der Not eine Tugend und entscheiden sich für ein Kartenspiel. Kaum eine Viertelstunde nach Beginn des Spielenachmittags sind alle vertieft in ihre Spiele. Dabei ist gar nicht immer klar, wer hier wem die Spielregeln erklärt. Bei den alten Klassikern, wie "Malefiz" haben ganz klar die Seniorinnen die Nase vorn und Elisabeth Hettinger muss sich von ihren zwei Gegenspielerinnen manches Mal über die Regeln aufklären lassen.

Am Ende verbuchen die vier Frauen vom Förderverein diesen erste Spielenachmittag als Erfolg. "Freilich wussten wir nicht wer und mit welchen Wünschen die Senioren auf uns zukommen", sagt Marlene Häberle, "aber der Förderverein kann aus seinen Mitteln weitere Spiele anschaffen." Dass kein einziger Mann zum Spielenachmittag gekommen war, lag, so vermuteten die Damen, an dreierlei: Entweder sie sind schüchtern, oder, wie der Gatte von Erika Lamparter "keine Spieler" oder aber, sie haben den Frauen eines voraus: sie sind schon ihren regelmäßigen Kartenspielkreisen. Die dürfen aber zum nächsten Spielenachmittag in die Bücherei kommen und sich auf vergnügliche Art im Spiel messen, sagt Gabriele Reulen-Surek.

Info
Der Spielenachmittag für Senioren ist jeden ersten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr in der Stadtbücherei.

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